Combier Triple Sec

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Combier Triple Sec – ein leider viel zu unbekanntes Produkt. Dabei ist er der Urahn aller Triple Sec und dazu noch überaus köstlich. Zwei Gründe für uns, um darüber zu berichten.

L'Original Combier

L’Original Combier. [9]

Jean-Baptiste Combier heiratete 25-jährig Josephine-Uranie Destre und eröffnete 1834 die Confiserie Combier-Destre in Saumur. Ebenfalls 1834 entwickelte er eine Sonderform des Curaçaos, den Triple Sec, den er im Hinterzimmer der Confiserie herstellte, um ihn als Zutat in seinen Produkten zu verwenden. Dieser Likör wurde bald erfolgreich, und er beschloß, die Confiserie aufzugeben und stattdessen Liköre herzustellen. 1847 wurde die Confiserie von Leon Ponshuret übernommen, Combier behielt sich jedoch das Recht vor, weiterhin im Hinterzimmer zu brennen. Im Januar 1848 wurde ein Grundstück in der Rue Beaurepaire gekauft und eine Brennerei errichtet. Der Curaçao Triple Sec war eines der bekanntesten dort hergestellten Produkte, die in die ganze Welt verkauft wurden. Er bekam auf der Weltausstellung 1855 in Paris eine Goldmedaille verliehen, ebenso 1862 in London und 1872 in Philadelphia. Combiers Triple Sec war so erfolgreich, daß viele Hersteller ebenfalls Triple Sec herstellten, unter anderem der bekanntere Cointreau im Jahre 1875. Combier war jedoch der erste Hersteller eines Triple Sec, und noch heute wird er ausschließlich in Saumur hergestellt.

Combier - Historische Postkarte.

Combier – Historische Postkarte. [9]

Neben Gewürzen aus Südfrankreich und weiteren Zutaten aus dem Loiretal werden als Zutat bittere Orangen aus Haiti und süße Valencia-Orangen verwendet. Die getrockneten Orangenschalen werden in Wasser eingeweicht, anschließend wird das Weiße der Orangenschalen entfernt, um möglichst wenig Bitterstoffe weiter zu verarbeiten.

Combier - Historische Postkarte.

Combier – Historische Postkarte. [9]

Die Basisspirituose wird mit 96 vol% Alkohol rektifiziert und enthält keine Kongenere, die den Geschmack beeinträchtigen könnten. Sie entspricht der Qualität der besten Wodkas. Die Orangenöle werden durch Mazeration extrahiert, anschließend erfolgt eine zweite Destillation in den über 100 Jahre alten Brennblasen. Der Mittellauf aus dieser Destillation wird durch eine dritte Destillation rektifiziert, um die Aromen zu verdichten. Anschließend wird das Destillat gesüßt. Der Alkoholgehalt des Likörs wird anschließend auf 40 vol% reduziert.

Combier - Historische Postkarte.

Combier – Historische Postkarte. [9]

Unter den von uns bereits verkosteten Triple Sec geben wir Combier Triple Sec den Vorzug. Ein wundervolles Produkt, sowohl zum Purverkosten, als auch bestens zum Mixen geeignet. Leider ist das Produkt nicht so bekannt, wie es sein sollte, und so ist es nicht in vielen Geschäften erhältlich. Um für den geneigten Bildungstrinker die Suche zu verkürzen, empfehlen wir als Bezugsquelle Lion Spirits aus Eschbach in der Nähe von Freiburg im Breisgau.

Combier - Historische Postkarte.

Combier – Historische Postkarte. [9]

Combier - Destillerie.

Combier – Destillerie. [9]

Combier - Destillerie.

Combier – Destillerie. [9]

Quellen
  1. http://www.combier.fr/de/geschichte-1834: Entstehung des Triple Sec.
  2. http://www.combier.fr/de/original-combier: Original Combier.
  3. http://www.combier.fr/sites/default/files/pdf/combier_l_original_combier.pdf: Original Combier.
  4. http://www.combierusa.com/history/Perfecting the Recipe. Triple Sec Distillation.
  5. http://www.lion-spirits.de/likoer/236/l-original-combier-triple-sec: L’Original Combier Triple Sec.
  6. http://www.lion-spirits.de/combier/: Produkte von Combier.
  7. http://fr.wikipedia.org/wiki/Combier: Combier.
  8. http://fr.wikipedia.org/wiki/Cointreau: Cointreau.
  9. Die Fotos wurden freundlicherweise von Combier zur Verfügung gestellt.

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