Über uns

Das Bar-Vademecum: Armin Zimmermann und Frank Arne Poremba.
Das Bar-Vademecum: Armin Zimmermann und Frank Arne Poremba.

Wer sind wir und was wollen wir?

Wir, Armin Zimmermann und Frank Arne Poremba, sind zwei Bildungstrinker aus Hannover, auf der Suche nach Genuß und Perfektion im Cocktail-Glas und bestrebt, unser Wissen auf dem Gebiet der Bar-Kunst fortwährend zu mehren und zu teilen.

Was ist ein Bildungstrinker?

Mit dem Begriff Bildungstrinker assoziieren wir den Bildungsbürger, einen Angehörigen des Bildungsbürgertums. Was versteht man darunter? Die deutschsprachige Wikipedia schreibt: „Als Bildungsbürgertum oder Bildungsbürger wird eine … Gesellschaftsschicht bezeichnet, die humanistische Bildung, Literatur, Wissenschaft und Engagement in Staat und Gemeinwesen für sehr wichtig erachtet und pflegt. Das europäische Bildungsbürgertum entstand Mitte des 18. Jahrhunderts vor allem unter evangelischen Pfarrern, Professoren, Ärzten, reichen Kaufleuten und leitenden Beamten. … Entscheidendes Merkmal des Bildungsbürgertums, auch in seiner Eigenwahrnehmung, ist der Umgang mit Kultur.

Die englische Wikipedia stellt klar: „Der Begriff Bildungsbürgertum ist ein schwer in die englische Sprache zu übersetzendes Konzept. Die Vorstellung des Wortes „Bildung“ ist weiter gefasst als die von „culture“ oder „education“ und ist tief in der Idee der Aufklärung verwurzelt. Der Begriff entspricht auch dem Bildungsideal bei Wilhelm von Humboldt. In diesem Kontext wird der Begriff Bildung zu einem lebenslangen Prozess der menschlichen Entwicklung; statt einer bloßen Ausbildung zum Erwerb bestimmter äußerer Kenntnisse oder Fähigkeiten wird Bildung als ein Prozess gesehen, in dem die geistigen und kulturellen Sensibilitäten sowie die Lebens-, persönlichen und sozialen Fähigkeiten eines Individuums in einem Prozess der ständigen Erweiterung und des Wachstums sind, … was mit dem Konzept des Bürgertums, einer privilegierten, aber intellektuell unwürdigen sozialen Klasse, kollidiert.

In diesem Zusammenhang ist der Begriff des Bildungstrinkers zu verstehen. Es geht nicht um das Trinken, sondern um den Genuß. Als Gegenteil des Bildungstrinkers könnte man den Wirkungstrinker nennen, bei dem es nur darum geht, möglichst betrunken zu werden. Der Bildungstrinker jedoch weiß, wo die Grenzen liegen. Gleichzeitig ist er daran interessiert, mehr über das Getränk zu erfahren, das er im Glas hat. Wo entstand es, wer entwickelte es, was gibt es darüber Interessantes zu berichten? Auch ist der Bildungstrinker natürlich beispielsweise bei einem Bar-Besuch daran interessiert, sich mit anderen Gästen unterschiedlichster Herkunft zivilisiert zu unterhalten und weiterzuentwickeln, ganz im beschriebenen Sinne des Bildungsbürgertums.

Das Motto des Bar-Vademecums lautet deshalb im Deutschen: „Wissenswertes für den Bildungstrinker“, man könnte es wörtlich ins Englische übersetzen mit „Things worth knowing for the educational drinker“. Doch damit bekommt der Sinn eine andere Bedeutung, zumal sich Bildungstrinker praktisch nicht richtig übersetzen läßt.

Um unseren englischsprachigen Lesern daher mit dem Motto gleich klar zu vermitteln, worum es bei unserem Blog geht, haben wir uns dazu entschieden, im Englischen einen anderen Weg einzuschlagen. Wir haben uns daher für „The guide to the history of mixed drinks“ entschieden.

Was ist die Vorgeschichte dieses Blogs?

Hintergrundgeschehen im Le Lion, 30. April 2017. © Le Lion - Swetlana Holz.
Hintergrundgeschehen im Le Lion, 30. April 2017. © Le Lion – Swetlana Holz.

Unser Projekt begann im Jahr 2012, als wir nach langer Zeit wieder Lust verspürten, Cocktails zu genießen. Wir entdeckten bei uns in der Nähe eine Bar, die uns sehr gefiel und besuchten sie in regelmäßigen Abständen. Es entstanden Notizen darüber, welche der dargereichten Drinks uns besonders gut gefielen. Vor diesem Hintergrund lag es nahe, auch im Urlaub gelegentlich eine Bar aufzusuchen. Mit dem Besuch der „Bramble Bar“ in Edinburgh erlebten wir Cocktailkultur auf einem für uns bis dahin ungeahntem Niveau, und auch das „Le Lion“ in Hamburg war uns eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. In uns reifte der Gedanke, uns intensiver und auf höherem Niveau mit der Barkultur zu beschäftigen. Die Notizen wurden umfangreicher, Barkeeper wurden geschätzte Gesprächspartner, Cocktailbücher wurden gewälzt, Rezepte ausprobiert und ausgemixt. Seitdem unternehmen wir regelmäßig Ausflüge in andere Städte, allen voran Hamburg und Berlin, um verschiedene Bars zu besuchen und unser Wissen zu vervollständigen. Auch die Besuche des Bar-Convents in Berlin sind mittlerweile fester Bestandteil unserer eigenen Fortbildung geworden.

Frank und Armin. BCB 2019. © Patrick Tilke.
Frank und Armin. BCB 2019. © Patrick Tilke.

Als wir mit diesem Blog begannen, war unser kleiner Zettel mit Notizen mittlerweile auf eine Sammlung von über 300 Seiten angewachsen, verteilt auf zwei handliche Ordner, die wir bei unseren Ausflügen immer bei uns trugen. Getreu dem Motto „sharing is caring“ sind wir der Meinung, daß Wissen geteilt werden muß, da es sonst nutzlos „in der Ecke“ liegt. Aus diesem Wunsch heraus wurde die Idee eines Bar-Vademecums geboren, nicht zuletzt auch, weil Jörg Meyer öffentlich im Cocktailpodcast 28 / Bildungstrinken 15, entstanden am 27. Dezember 2014 auf dem 31. Chaos Communication Congress (ab 11:47) dazu aufrief, daß mehr qualitätsvolle Blogs erscheinen sollten. Wir überlegten wir daraufhin für ein paar Monate, ob wir diesem Aufruf folgen sollten und entschieden uns schließlich dazu, seinem Wunsch zu entsprechen, und am 4. Juli 2015 erschien unser erster Beitrag. Wir wollen für andere Interessierte eine kompetente Informationsquelle sein. Dies spiegelt sich auch in der Namensgebung unseres Internetauftritts wieder und führt zur Frage:

Was ist ein Vademecum?

Wörtlich übersetzt aus dem Lateinischen bedeutet „vade me cum!“: „geh mit mir“. Seit dem Ausgang des Mittelalters bezeichnet man damit Handbücher, Leitfäden und Ratgeber aller Art. In der studentischen Sprache des Mittelalters war ein Vademecum ein Handbuch, das wandernde Studenten mit hilfreichen Adressen und Hinweisen versorgte und als unentbehrlicher Begleiter auf Reisen mitgeführt wurde.

Was will das Bar-Vademecum sein?

Das Bar-Vademecum soll wie sein historisches Vorbild ein hilfreiches Handbuch für den „wandernden Bildungstrinker“ sein, das stets zur Hand ist. Dies geschieht in unseren modernen Zeiten natürlich nicht mehr als gedrucktes Büchlein, sondern als Internetauftritt, der problemlos und überall aufgerufen werden kann.

Bei unseren eigenen Recherchen haben wir für unsere Fragen stets eine zentrale Anlaufstelle vermißt, die uns qualitativ hochwertig informierte, insbesondere über die Geschichte der einzelnen Drinks. So mußten wir uns mühsam unter Zuhilfenahme des Internets und verschiedener Bücher erst selbst ein eigenes Bild verschaffen. Deshalb glauben wir, daß auch andere Bildungstrinker ein ähnliches Bedürfnis verspüren und sind zuversichtlich, mit dem Bar-Vademecum diese Lücke nach und nach schließen zu können.

Welche Themen umfaßt das Bar-Vademecum?

Grundsätzlich berichten wir über alles, von dem wir meinen, daß es für Bildungstrinker von Interesse sein könnte. Dazu zählen beispielsweise die Geschichte und Rezepturen einzelner Drinks, denn schließlich möchte man mehr über das wissen, was sich gerade im Glas befindet. Demzufolge dürfen natürlich auch Beiträge über Spirituosen, Literatur und Bar-Techniken nicht fehlen. Auch möchten wir gelegentlich Bars, die uns besonders gut gefallen haben, dem geneigten Leser empfehlen.

Was sind unsere Grundsätze?

Stets geben wir die Quellen für unsere Beiträge an und geben weiterführende Leseempfehlungen, wo dies einen Mehrwert verspricht. So ist für jeden Leser nachvollziehbar, wie wir zu unseren Aussagen kommen.

Wir schreiben nur über Themen, die uns selber interessieren und von denen wir glauben, daß unser Beitrag einen Mehrwert für unsere Leser darstellt. Ebenso schreiben wir nur über Produkte, von deren Qualität wir überzeugt sind. Wir glauben, daß wir nur durch diese Unabhängigkeit glaubwürdig sein können und bleiben. Wir nehmen kein Geld an, um als Auftragsarbeit einen Beitrag zu erstellen. Auch wenn wir Produkte erhalten haben sollten oder wir auf einer Veranstaltung eines Herstellers eingeladen waren, bedeutet dies nicht, daß wir darüber auch berichten werden. Dies geschieht – aus genannten Gründen – nur, wenn uns das Produkt überzeugt, nicht aber nur deshalb, weil wir es erhalten haben.

Wir sind bestrebt, qualitativ hochwertige und gut recherchierte Beiträge zu veröffentlichen.

Sollten wir Kommentare oder E-Mails erhalten, geben wir schnellstmöglich Antwort.

Wie bleibst Du mit uns in Kontakt?

Wir hoffen, daß Du im Bar-Vademecum für Dich interessante Beiträge findest. Wir freuen uns, wenn Du unserem Blog folgst und mit uns in Kontakt trittst. An einem Gedankenaustausch sind wir immer interessiert.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu bleiben. Du kannst neue Beiträge mit einem RSS-Feed abonnieren, neue Kommentare mit einem RSS-Feed abonnieren, oder Du nimmst im Kontaktformular oder gleich hier unten auf der Seite direkt mit uns Kontakt auf. Natürlich kannst Du uns auch direkt eine E-Mail schicken. Unsere E-Mail-Adressen sind:

armin-ät-bar-vademecum.de
frank-ät-bar-vademecum.de

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