Mai Tai

| Keine Kommentare

Über den Mai Tai meint man schon alles zu wissen, doch ein Studium der Quellen zeigt, daß es auch hier Neues zu entdecken gibt. Allgemein wird angenommen, dieser Klassiker der Tiki-Drinks sei eine Schöpfung von Trader Vic – doch die Quellen zeigen einen ganz anderen Ursprung. Der Mai Tai stammt demzufolge weder von ihm noch von Donn Beach, sondern hat eine viel weiter zurückliegende Entstehungsgeschichte. Wir erläutern, wer den Drink anscheinend erfunden hat.

45 ml Smith & Cross Jamaica Navy Strength
15 ml Wray & Nephew White Overproof Rum
30 ml Limettensaft
20 ml Meneau Orgeat
10 ml Pierre Ferrand Curaçao
Garnitur: Minzzweig

Alternativ:

70 ml Damoiseau VSOP
30 ml Limettensaft
20 ml Meneau Orgeat
10 ml Pierre Ferrand Curaçao
Garnitur: Minzzweig

Zubereitung: Geschüttelt und in einem großen Tumbler mit üblicherweise gestoßenem Eis serviert. Wir nehmen hingegen kleine Eiswürfelchen.

Trader Vic und Don The Beachcomber

Der Mai Tai kann als einer der berühmtesten und beliebtesten Tiki-Cocktails gelten. Seine Erfindung nehmen zwei Bartender für sich in Anspruch: Victor Bergeron alias Trader Vic und Donn Beach alias Don the Beachcomber.

Eingeleitet wurde die Tiki-Ära von Donn Beach, 1933 nach dem Ende der Prohibition. Seine Bar war als Südseeparadies eingerichtet und wurde innerhalb kürzester Zeit ein Treffpunkt von Hollywood-Berühmtheiten. [2] Er will den Mai Tai 1933 erfunden haben. Diese Behauptung läßt sich nicht verifizieren, man darf aber davon ausgehen, daß er möglicherweise einen Drink dieses Namens kreiert hat. [1] [2] [5] [6] [18] Allerdings hat sein Mai Tai eine grundsätzlich unterschiedliche Rezeptur als die von Trader Vic. Man liest, daß dessen Mai Tai eventuell auf einen anderen Drink Donn Beachs zurückgeht. Donn Beachs „O. B. Coller“ hatte geschmackliche Ähnlichkeiten mit Trader Vics Mai Tai, jedoch war bei gleichem Geschmacksprofil die Rezeptur grundverschieden. Die Rezeptur des „O. B. Coller“ wollen wir für die Interessierten an dieser Stelle also nennen:  4,5 cl Jamaika-Rum, 3 cl kubanischer Rum, 1,5 cl Cointreau, 1,5 cl Falernum, 2 Dashes Pernod, 1 Dash Angostura Bitters, 3 cl Grapefruitsaft, 2 cl Limettensaft. Vielleicht hat Trader Vic versucht, den Q. B. Coller geschmacklich zu imitieren, vielleicht aber auch nicht. Hinweise darauf gibt es jedenfalls keine, [1] [2] [6] [18] so lesen wir.

Man liest teilweise auch, Trader Vics Mai Tai blieb bis 25 Jahre nach seiner Entstehung unbekannt, denn die Tiki-Barbesitzer hielten ihre Rezepte streng geheim, und teilweise wußten nicht einmal die Bartender, welche Zutaten verwendeten. [2] [18]

Trader Vics Entstehungsgeschichte des Mai Tais

Einige Quellen schreiben, Trader Vics Rezeptur des Mai Tais erschien erst 1972 in einer Neuauflage von „Trader Vic’s Bartender’s Book“, andere Quellen nennen das Jahr 1947 und sein Buch „Bartender’s Guide“. [5] [6] [18]

Falls jemand diese beiden Bücher oder andere von Trader Vic besitzt, wären wir über Fotos der entsprechenden Seiten über den Mai Tai sehr dankbar, um hier Klarheit zu schaffen, wann und wo die Rezeptur veröffentlicht wurde. Interessant sind nicht nur seine Rezepte für einen „Mai Tai“, sondern auch die für den „Trader Vic Punch“, wie weiter unten erklärt wird.

Dort berichtet Trader Vic:

„1944, nach dem Erfolg meiner exotischen Rum-Mix-Getränke, hielt ich es für an der Zeit, einen neuen Drink zu kreieren. Ich dachte über die großen, erfolgreichen Drinks nach – Martinis, Manhattans, Daiquiris … alle basierten auf einer recht einfachen Rezeptur. … Ich stand hinter dem Tresen meines Restaurants in Oakland, holte eine 17 Jahre alte Rumflasche herunter, einen J. Wray Nephew aus Jamaika, erstaunlich goldfarben, mittelstark, aber mit diesem für die jamaikanischen Verschnitte typischen pikanten Aroma. Ich nahm eine frische Limette, fügte etwas holländischen Curacao Orange, einen Schuss Kandiszuckersirup und einen Tropfen französisches Orgeat hinzu, um einen leichten Mandelgeschmack zu bekommen. Eine gute Portion geschabtes Eis und ein kräftiges Durchschütteln bewirkte die Verbindung, die mir vorschwebte. Die Hälfte der Limettenschalen fügte ich wegen der Farbe hinzu. Ich steckte ein frisches Minzezweigchen hinein und gab Ham und Carrie Guild, zwei Freunden aus Hawaii, die an diesem Abend bei mir zu Gast waren, zwei Becher. Carrie nahm einen Schluck und sagte: Mai tai [HINWEIS: die richtige Schreibweise wäre Maita’i] roa ae!, was im Tahitianischen »nicht von dieser Welt« bedeutet. Tja, so war das. Den Drink taufte ich »Mai Tai«.“ [1] [2] [5] [6] [18]

Auch schrieb Trader Vic „Anybody who says I didn’t create this drink is a dirty stinker“, daß also jeder, der behauptet, er habe den Drink nicht erfunden, ein dreckiger Stinker sei. Er stritt heftig mit Donn Beach darüber, wer von beiden den Mai Tai erfunden habe, und es kam deshalb auch zu Rechtsstreitigkeiten. [18]

Welcher Rum ist der richtige?

Der 17jährige Wray & Nephew ist leider nicht mehr erhältlich. Der Mai Tai war sehr beliebt, und so kaufte Trader Vic sämtliche Vorräte auf, griff danach auf eine 15jährige Abfüllung zurück, bis auch dieser Rum verbraucht war. Mitte der Fünfziger Jahre soll dann eine Mischung aus jamaikanischem und martinikanischem Rum Agricole verwendet worden sein, um dem ursprünglichen Geschmack nahe zu kommen. [2] [5] [6]

Um 2010 tauchte jedoch eine alte Flasche des ursprünglichen Rums auf und konnte getestet werden. Sean Muldoon, Bar Manager des Merchant Hotels in Belfast, Nordirland, gehörte zu den Glücklichen, die den Mai Tai mit dem Originalrum verkosten durften und schreibt: „Der mit Wray & Nephew Rum, 17 Jahre, hergestellte Mai Tai läßt sich mit keinem anderen Drink vergleichen, den ich gekostet habe. Wenn für einen bestimmten Drink eine perfekte Spirituose konzipiert wurde, dann diese. Der Rum selbst war extrem aromatisch, reichhaltig, etwas beißend, dunkel, intensiv, abgerundet, sirupartig, rauchig – und wurde von den übrigen Zutaten, die in den Mai Tai kamen, vollkommen zur Geltung gebracht.“ Man sagt, der Wray & Nephew Rum sei ausschließlich im Pot-Still-Verfahren hergestellt und mit 77,2% abgefüllt worden. Durch einen Pot Still erhält Rum mehr Körper und eine Menge scharfer Ester, die bei langer Faßlagerung ausgeglichen werden. Das Faß fügt Karamell- und Vanillenoten hinzu. [2]

Wodurch nun der Originalrum am besten zu ersetzen sei, darüber gibt es viele Meinungen. Vorgeschlagen werden Appleton Gold 151, Appleton 30 Jahre, Lemon Hart Demerara 151 oder der im Pot Still hergestellte Inner Circle Green Dot. Man verwendet  auch Mischungen verschiedener Rums. [2] Aber auch der Smith & Cross Navy Strength gehört zu den Empfehlungen. Er enthält ausschließlich Pot-Still-Destilate des Wedderburn und Plummer Pot Stills, mit ihren Aromen von exotischen Früchten und Gewürzen. Er liefert Eleganz, Aroma und Komplexität eines historischen Jamaika-Rums des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Zwar nur 1-3 Jahre in Eichenfässer gereift, ergibt er doch einen schmackhaften Mai Tai. [3]

Interessant ist deshalb eine Analyse des 17-jährigen Wray & Nephew. In Trader Vics Buch aus dem Jahr 1972 schrieb er erstmals, daß im Original der 17jährige Wray & Nephew verwendet worden sei. Diesen Rum gab es zum Veröffentlichungszeitpunkt jedoch seit ungefähr 20 Jahren nicht mehr. [18] [19]

Was für ein Rum war der 17jährige Wray & Nephew? Viele gehen davon aus, er sei ein Rum mit mehr als 70 vol% Alkohol gewesen. Diese Meinung wird davon gestützt, daß bei Appleton vor einigen Jahren einige Flaschen dieses Rums aufgetaucht sind, von denen eine im Merchant Hotel in Belfast landete. Die Flaschen hatten – je nachdem, welcher Quelle man vertraut – einen Alkoholgehalt von 75 vol% oder 60 vol%, es handelte sich also um einen Overproof-Rum. Die Herkunft dieser Flaschen ist unklar. Es soll entweder ein Faß gefunden worden sein, oder aber einige Flaschen. Doch beide Varianten werfen Fragen auf: [19]

Wurde ein Faß gefunden, so war dies kein 17jähriger Rum mehr, sondern ein über 70jähriger. Ein Alkoholgehalt von 70 vol% wäre dann unwahrscheinlich. Auch darf man davon ausgehen, daß der originale 17jährige  Wray & Nephew keine Single-Cask-Abfüllung gewesen ist, sondern eher ein Blend. Somit wäre der gefundene Rum nur ein Teil des Blends, entspräche also nicht dem originalen Rum und dürfte darüber hinaus aufgrund der langen Reifung im Faß geschmacklich sehr verschieden sein. Sollte der Faßinhalt jedoch tatsächlich dem originalen Blend entsprechen, stellt sich unwillkürlich die Frage, warum man den Blend statt in Flaschen in ein Faß abgefüllt und dann vergessen haben sollte. Aber wie gesagt, selbst dann wäre es kein 17jähriger, sondern ein über 70jähriger Rum, da im Faß weitere Reifungsprozesse stattgefunden haben. [19]

Wurden jedoch Flaschen gefunden, stellte sich die Frage, warum der Inhalt pechschwarz war. Der originale Rum wird von Trader Vic selbst als goldfarbener Rum beschrieben. Auch der 15jährige Wray & Nephews war deutlich golden in seiner Farbgebung. [19] Denkbar wäre es nun, daß der Flascheninhalt zwar dem Blend entsprach, jedoch in unverdünnter Form, und daher dunkler war. Daß bedeutet dann aber, das der originale Rum kein Overproof-Rum gewesen sein kann. [19]

Durch diese Betrachtungen wird klar, daß es sich bei den aufgefundenen Flaschen nicht um den originalen 17jährigen Wray & Nephew handeln kann, auch wenn dies natürlich nicht eindeutig beweisbar ist. Von Appleton (Wray & Nephew) ist in dieser Hinsicht wohl keine Hilfe zu erwarten. [19] Jedoch hilft ein Indizienbeweis weiter. Auf einem alten Bild, das auf Beachbum Berrys Internetauftritt gezeigt wurde, ist eine Flasche des 15jährigen Wray & Nephew abgebildet. Mit diesem Rum mixte Trader Vic seinen Mai Tai, nachdem der 17jährige nicht mehr erhältlich war. Man wird davon ausgehen dürfen, daß sich beide nicht grundlegend voneinander unterschieden, insbesondere was Grundcharakter, Farbe und Alkoholgehalt betrifft. Der Rum ist goldfarben, und wie Jeff Berry bestätigte, mit einem Alkoholgehalt von 43 vol%. Man darf also davon ausgehen, daß die 17jährige Abfüllung ebenfalls einen Alkoholgehalt zwischen 40 und 45 vol% gehabt haben dürfte. Daß er ein Overproof-Rum war, ist unter Berücksichtigung des zuvor geschriebenen eher unwahrscheinlich. Hinzu kommt, daß der Drink erfolgreich war und man deshalb unterstellen darf, daß der Rum relativ preiswert gewesen sein muß, da der Mai Tai sonst zu teuer im Verkauf gewesen wäre, als daß er massenhaft verkauft worden wäre. Mit einem Overproof-Rum wäre er im Einkauf relativ teuer gewesen. Außerdem ist es schwer vorstellbar, daß ein Drink mit 6 cl Overproof-Rum viele Liebhaber finden würde, da für die meisten Gäste eher leichte Rums die bevorzugte Wahl wären. [19]

Hier möchten wir außerdem unseren folgenden Aussagen vorgreifen. In einem Mai-Tai-Rezept aus dem Jahre 1946 wird ein Mai Tai mit „1 jigger light rum, 1 jigger golden rum, 1 jigger dark rum[2] hergestellt. Von Overproof-Rum ist hier keine Rede! Setzen wir voraus, daß dieses Rezept einen ähnlichen Grundcharakter für den Mai Tai anstrebt, ist dies ein weiteres Argument dafür, daß der 17jährige Wray & Nephew kein Overproof-Rum gewesen ist. Wir sind außerdem der Meinung, daß man auch die Namensgebung des Drinks in die Überlegung mit einbeziehen sollte. Damit der Drink „nicht aus dieser Welt“ ist, darf man doch vermuten, daß er vielschichtig und facettenreich ist. Nimmt man einen Rum, der alle anderen Zutaten übertönt, ist dies eher nicht der Fall. Dann wäre es einfach nur ein Drink mit einem starken Rumprofil. Das Ausschlaggebende ist jedoch, daß offensichtlich erst durch die übrigen Zutaten etwas Unerwartetes und normal auf dieser Welt nicht vorhandenes entsteht. Der Drink muß also ein wohlausgewogenes Ganzes sein, in dem keine der Zutaten dominiert und sich die Aromen gegenseitig abwechseln und unterstützen.

Geht man nun davon aus, daß der originale 17jährige Wray & Nephew kein Overproof-Rum war, so erscheinen auch die nachfolgenden Rezepte von Trader Vic alle plausibel und nachvollziehbar: Nach dem Versiegen des 17jährigen Wray & Nephew wurde der ähnliche 15jährige eingesetzt. Nachdem auch dieser nicht mehr erhältlich war, setzte er eine Mischung aus Jamaika- und Martinique-Rum (Appleton Estate und Clement VSOP) ein. [19]

Stimmt Trader Vics Entstehungsmythos?

Es gibt jedoch auch Stimmen, die Trader Vics Entstehungsgeschichte des Mai Tais anzweifeln. Andrew Willet schreibt in seinem Blog, der Mai Tai sei erstmals 1955 erwähnt worden, und es sei ein Brief von 1956 erhalten, in dem eine Kundin Trader Vic nach dem Rezept des Mai Tais frage, den sie in seiner Bar getrunken habe. Er antwortete darauf, der Drink werde „hier und im Royal Hawaiian serviert“. Er gebe nicht an, daß er den Drink erfunden habe, so wie er es später, um 1970, mit Nachdruck behauptete und angab, den Drink 1944 mit dem 17-jährigen Wray and Nephew erfunden zu haben. Andrew Willett meint, diese Geschichte der Entstehung im Jahre 1944 mit den hawaiianischen Freunden, die „Maita’i roa ae“ ausriefen, sei nur eine Erfindung. Er beschreibt, daß vor der (angeblich) ersten Erwähnung des Drinks in 1955 in den Fünfziger Jahren andere Dinge ebenfalls „Mai Tai“ genannt wurden, wie beispielsweise eine Katze oder ein Segelboot. Er hält es für möglich, daß all diese Dinge nach Mai Tai Sing, einer chinesisch-amerikanischen Tänzerin benannt worden seien, die in den späten 40er Jahren als Nachtklub-Tänzerin arbeitete und 1951 im Film „Golden Horde“ und 1953 in „Forbidden“, zusammen mit Tony Curtis, spielte. So hält er es für möglich, daß der Drink nicht 1944, sondern erst später entstanden und nach eben dieser Mai Tai Sing benannt worden sei und eventuell sogar von einem unbekannten Bartender erstmals entwickelt wurde. [4]

Ob diese Vermutung stimmt, mag jeder für sich entscheiden. Wir glauben es nicht. Zudem gab es bereits 1915 ein Schiff namens „Maitai“ bei der Union Steamship Company, das zwischen Wellington und San Francisco fuhr. [10]

Hat Trader Vic den Mai Tai überhaupt erfunden?

Wir möchten hierzu jedoch Stellung beziehen. Die Herleitung von der Tänzerin Mai Tai Sing erscheint uns nicht relevant zu sein. Das Argument, der Mai Tai tauche erst 1956 auf, stimmt nicht. Somit fällt Andrew Willets Theorie in sich zusammen. Bereits 1946 findet sich eine Erwähnung des Mai Tais im Klappentext von Bill Kellys Buch „The Roving Bartender“. An der angezweifelten Urheberschaft Trader Vics am Mai Tai könnte hingegen etwas Wahres sein. Wir haben mit Bill Kelly nämlich eine Quelle gefunden, die erhebliche Zweifel an Trader Vics Aussagen aufkommen läßt.

Bill Kellys Buch „The Roving Bartender“

Auf dem Klappentext des 1946 erschienenen Buches „The Roving Bartender“ von Bill Kelly lesen wir:

„Generations of thirsty, lei-bedecked visitors have encountered the magnificent Mai Tai, Hawaii’s most famous drink. … A heady concoction of three rums, juices, sticks of sugar cane and pineapple, none of which can be left out to produce the right character … . Its delicious flavor is enjoyed respectfully by those who are familiar with the age-old Polynesian rum drink. … Bartender Takao Yamaguchi, who presides over the famed Surf Room in the Royal Hawaiian Hotel, says the classic Mai Tai contains: 1 jigger light rum, 1 jigger golden rum, 1 jigger dark rum, juice of 1 line, dash of orgeat syrup, dash of rock candy syrup, dash of Orange Curacao. Place one – half lime shell (squeezed) with ingredients in a large old-fashioned glass, fill with shaved ice, garnish with sprig of mint, sugarcane, pineapple stick and a vanda orchid and two straws.“, [20]

daß also Generationen an Besuchern dem großartigen Mai Tai, dem berühmtesten Drink Hawaiis, begegnet seien, und dieser ein uralter polynesischer Rum-Drink sei, der aus 3 Rums, Saft, Zuckerrohrstengeln und Ananas bestehe, die alle für seinen Charakter gleichermaßen wichtig seien. Takao Yamaguchi, Barchef des berühmten Surf Room im Royal Hawaiian Hotel, gibt an, daß der klassische Mai Tai aus 1 Jigger leichtem Rum, 1 Jigger goldenem Rum, 1 Jigger dunklen Rum, dem Saft einer Limette, und jeweils einem Dash Orgeat, Zuckersirup und Orange Curaçao bestehe und mit Minze, Zuckerrohr, Ananas und Orchideenblüte garniert werde.

Fassen wir zusammen, was wir aus Bill Kellys Angaben ableiten können:

1. Trader Vic, der den Drink 1944 erfunden haben will, wird in dieser Quelle aus dem Jahr 1946 nicht genannt, wohl aber der Surf Room im Royal Hawaiian Hotel in Waikiki, eröffnet 1927 als Luxushotel, [7] dort wo – wie Trader Vic 1956 schrieb – der Mai Tai ebenfalls serviert wurde.

2. Der Mai Tai ist ein uralter polynesischer Drink, den Generationen an Touristen kennengelernt haben. Dies paßt nicht zu Trader Vics Aussage, der Drink sei erst 1944 und von ihm in Oakland erfunden worden.

3. Der Mai Tai bestand aus 3 verschiedenen Rum-Sorten, und nicht wie von Trader Vic angegeben nur aus dem 17-jährigen Wray & Nephews Rum. Der war jedoch, wie wir festgestellt haben, 1946 noch verfügbar, erst Mitte der Fünfziger Jahre ging er und der 15-jährige Wray & Nephew zu Neige und mußte durch Trader Vic durch das Mischen verschiedener Rums ersetzt werden.

4. Die Rezeptur aus dem Royal Hawaiian verwendet grundsätzlich dieselben Zutaten wie Trader Vic, wenn auch drei verschiedene Rumsorten statt einer und Orgeat, Zuckersirup und Curaçao jeweils nur sehr zurückhaltend mit je einem Dash; Trader Vic nahm anscheinend mehr (bis zu 1/2 Unze, also 15 ml, wie wir aus den überlieferten Rezepten entnehmen können), wobei man hier in die Diskussion eintreten müßte, wieviel ein Dash genau ist. In der Regel entspricht 1 Dash aber 1 ml, wie wir im Artikel Der Dash anhand von Originalquellen dargelegt haben. Nimmt man jedoch Trader Vics Geschichte als Grundlage, derzufolge er „etwas holländischen Curacao Orange, einen Schuss Kandiszuckersirup und einen Tropfen französisches Orgeat“ hinzugegeben habe, könnte dies durchaus den Mengen aus dem Royal Hawaiian nahe kommen.

Wenn man dem Klappentext Glauben schenkt, kann Trader Vic den Mai Tai nicht erfunden haben. Er scheint ihn höchstens abgewandelt zu haben, indem er nur einen Rum verwendete, vielleicht die Mengenverhältnisse des Drinks abänderte, und abweichend garnierte. Somit hätte er gewissermaßen seine Version erfunden, nicht jedoch den Mai Tai an und für sich.

Dafür spricht auch die Angabe des Royal Hawaiian Hotels, daß sie den Mai Tai bereits in den 1920er Jahren gemixt hätten. [12][13][14][17] Leider geben die Internetseiten, die dies anführen, nicht an, woher diese Angabe stammt; wir können sie also nicht nachprüfen. Die Angaben von Bill Kelly sprechen jedoch dafür, daß diese Angabe richtig ist. Leider ist auch das Wissen darüber im Royal Hawaiian Hotel verloren gegangen. Wie eine Anfrage unsererseits ergab, meint man dort, der Mai Tai sei von Trader Vic erfunden und 1953 nach Hawaii gelangt, wo er dann im Royal Hawaiian serviert wurde. [15] Andere Quellen erklären dies detaillierter, indem angegeben wird, die Matson Navigation Company hätten 1953 Victor Bergeron damit beauftragt, einen Drink für ihr neues Royal Hawaiian Hotel zu entwickeln. Dieser hätte dann eine Variante seines Mai Tais geschaffen, indem er Ananassaft hinzufügte, und dies sei die Variante, die noch heute im Hotel serviert werde. [16] Dies muß nicht unbedingt falsch sein; vielleicht wurde das Rezept des Mai Tais wirklich von Trader Vic „modernisiert“; serviert wurde er im Hotel jedoch schon zuvor. Dieses neue Rezept mit Ananassaft [16] hat jedoch nichts mit dem zu tun, was wir unter einem Mai Tai verstehen, und hat auch nichts mit dem Rezept zu tun, daß Bill Kelly aus dem Royal Hawaiian nennt.

Royal Hawaiian Hotel um 1928.

Royal Hawaiian Hotel um 1928. [22]

Ein paar Angaben zum Hotel seien im Rahmen dieser Abhandlung gemacht. Das erste Royal Hawaiian Hotel wurde 1872 eröffnet und 1917 in ein YMCA-Gebäude umgewandelt, [23] doch anscheinend besteht keine Verbindung zu dem von uns gemeinten Hotel. Dieses (zweite) Royal Hawaiian Hotel wurde am 1. Februar 1927 eröffnet. Der Eigentümer ging jedoch 1929 bankrott, das Hotel wurde 1932 von Matson übernommen. Im Zweiten Weltkrieg war das Hotel für Touristen geschlossen und nur für amerikanische Soldaten zugänglich. 1960 wurde es an Sheraton verkauft, 1974 wurde es von der Kyo-ya Company Limited übernommen. [7] Bei dieser Geschichte verwundert es nicht, daß die Unterlagen und das Bewußtsein darüber, daß im Hotel schon vor 1953 der Mai Tai serviert wurde, verlorengegangen ist, insbesondere, da das ursprünliche Hotel bankrott ging und erst drei Jahre später einen neuen Eigentümer fand. Auffällig ist auch, daß Trader Vic den Mai Tai offensichtlich anfänglich gar nicht Mai Tai genannt hatte. Ursprünglich hieß er wohl „Trader Vic Punch“ und erschien gedruckt 1951 in „Trader Vic’s Food and Drink“ und 1952 in „Trader Vic’s Kitchen Kibitzer“. [8]Auch wird von „Trader Vic’s“ auf der Website selber angegeben, Trader Vic hätte den Mai Tai erst in den Fünziger Jahren nach Honolulu gebracht: „During the early 1950’s Trader Vic took the Mai Tai to Honolulu where its fame spread like wildfire“. [11] Nun, wie wir gelernt haben, gab es ihn „nebenan“ im Royal Hawaiian schon längst, mindestens seit 1946.

Woher stammt der Mai Tai?

Doch woher stammt der Mai Tai, wenn nicht von Trader Vic? Zunächst würde man vermuten, daß er aus Hawaii stammt. Doch der Name und Bill Kellys Klappentext sprechen dagegen. Bill Kelly schreibt, es sei ein uralter polynesischer Drink, kein hawaiianischer. Der Name stammt aus dem Tahitianischen, „maita’i“ bedeutet „good, beautiful, agreeable“, also gut, schön, angenehm. Auf hawaiianisch hieße es hingegen „maika‘i“. [8][9] Demzufolge wäre der Mai Tai ein alter polynesischer Drink, vermutlich aus der Gegend um Tahiti, desses Spur sich im Dunkel der Zeit verliert, und erstmals auf Hawaii ins Bewußtsein der Welt gelangt ist. Beweisen läßt sich dies nicht direkt, aber zahlreiche Indizien sprechen dafür.

Der Drink hat einen tahitianischen Namen und so darf man ihn als alten polynesischen Drink in die Gegend um Tahiti verorten. Was bedeutet es nun, wenn er dort, vielleicht sogar auf Tahiti selbst, entstanden wäre. Wäre dies denkbar? Tahiti war als Teil Französisch-Polynesiens von französischen Siedlern bewohnt. Somit dürfen wir davon ausgehen, daß auch sie den Ti-Punch kannten, also eine Mischung aus Rhum agricole, Limette und Zucker. Man kann sich weiterhin vorstellen, daß sie aus ihrem Mutterland mit Produkten versorgt wurden, unter anderem auch mit Orgeat oder Curaçao auf Cognacbasis. Rhum wird auf der Insel selbst hergestellt worden sein, wie üblich auf allen Inseln, auf denen Zuckerrohr angebaut wurde. Dies war billiger als beispielsweise Cognac aus Frankreich zu importieren. Ähnlich wie auf den französischen Karibikinseln wird man nach dem Einbruch des Zuckerabsatzes wohl dazu übergegangen sein, den Rhum direkt aus Zuckerrohrsaft herzustellen. Da man aus Frankreich Cognac kannte, darf man auch vermuten, daß einem gereiften Rhum agricole der Vorzug gegeben wurde gegenüber einem ungereiften. Nimmt man diesen Hintergrund, dann ist der Weg zu einem Mai Tai nicht weit. Man wandelt den klassischen Ti Punch ab, indem man ihn „fancy“ macht. Statt Zucker verwendet man Orgeat und Curaçao auf Cognacbasis – fertig ist der Mai Tai.

Diese Hypothese läßt sich auch geschmacklich leicht überprüfen. Ein Curaçao auf Cognacbasis – wir haben uns für denjenigen aus dem Hause Pierre Ferrand entschieden – harmoniert wunderbar mit den Mandelaromen des Orgeat. Ein gereifter Rhum agricole – hier haben wir den Damoiseau V.S.O.P verwendet – bildet ein wundervolles Fundament des Drinks; er nimmt sich zurück und läßt den übrigen Aromen genügend Raum, so daß sich alle Bestandteile zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Ein Drink, bei dem man sich durchaus vorstellen kann, daß er auf Tahiti an einem lauen Abend durchaus als  „nicht von dieser Welt“ empfunden wurde. Ungereifte Rhum agricole ergeben kein so gutes Ergebnis, sie sind zu grasig und frisch, es fehlen die Raffinessen der Faßlagerung.

Daß der Mai Tai ein uralter polynesischer Drink sei, ist also eine plausible Geschichte, der wir gerne Glauben schenken wollen. Angemerkt sei noch, daß es vor dem Hintergund dieser Herleitung auch verständlich wird, warum Trader Vic letzten Endes in seiner Rum-Mischung einen gereiften Rhum agricole verwendete – eben um genau dieses Geschmackserlebnis zu erzielen. Was uns hingegen nicht klar ist, ist, warum er zusätzlich Appleton als jamaikanischen Rum verwendete. Wir haben pur den Appleton V/X Estate verkostet; er ist ein milder, sanfter Rum, der einen gereiften Rhum agricole nicht dominiert oder geschmacklich erweitert. Warum man ihn also zusätzlich zu einem guten Rhum agricole verwenden sollte, erschließt sich uns nicht. Vielleicht wurde er von Trader Vic eingesetzt, um die Kosten niedrig zu halten? Falls das Preisgefüge damals so wie heute war, wäre dies durchaus denkbar.

Man mag einwenden, daß dann doch im Royal Hawaiian eigentlich Rhum agricole hätte verwendet werden müssen, dies jedoch nicht der Fall war. Nun, man hat wohl den Rum verwendet, der leicht erhältlich war, so wie vermutlich auch Trader Vic deshalb den 17jährigen Wray & Nephew eingesetzt hatte. Interessant wäre es, die Verfügbarkeit und den Preis für gereiften Rum agricole zur damaligen Zeit in Oakland und auf Hawaii zu überprüfen.

Epilog

Die Geschichte des Mai Tais ist also etwas verwirrend. Seit seiner Entstehung sind mindestens 70 Jahre vergangen. Die Rezepturen des Mai Tais können erheblich variieren. Grundlage ist immer Rum und Limettensaft. Es gibt Rezepte, die Orangensaft, Passionsfruchtsaft, Grapefruitsaft, Mandelsirup oder Amaretto, Falernumsirup, einfachen Sirup, Kandiszuckersirup, Vanillesirup, Orangen- oder Aprikosenlikör, Grenadine oder Maraschinosaft oder auch Magenbitter verwenden. Als Garnierung findet man Limetten-, Orangen- oder Ananasscheiben, Kirsche, Minze, Orchideen, Schirmchen, Swizzle Sticks. Manchmal wird hochprozentiger Rum darübergegossen und angezündet. Das „Originalrezept“ nennt hingegen nur Rum, Limettensaft, Curaçao, Orgeat und Zuckersirup, garniert mit einer Limettenschale, einem Minzzweigchen. Die Orchideengarnierung lassen wir einmal außer Betracht. [2]

Quellen
  1. Anistatia Miller & Jared Brown: Spirituous Journey. A History of Drink. Book Two: From Publicans to Master Mixologists. First Edition, Mixellany Limited, London, 2009. ISBN 0-9781907434-06-8. Seite 229.
  2. http://mixology.eu/klassik/der-mai-tai-geschichte-des-beruhmtesten-aller-tiki-cocktails/ und Mixology 5/2010, Seite 53: Der Mai Tai. Von Camper English.
  3. http://mixology.eu/rum_und_cachaca/verkostet-und-bewertet-smith-cross-traditional-jamaica-rum/: Verkostet und bewertet: Smith & Cross – Traditional Jamaica Rum.
  4. http://elementalmixology.me/2015/05/01/mai-tai-origins/: Whence the Mai-Tai? — Hey Vic, Step Aside for the Lady! Von Andrew Willet, 1. Mai 2015.
  5. Mixology. Ausgabe 6. Juli / August 2004. The Tiki Issue. Seite 33: Mai Tai Roa Ae.
  6. Mixology. Sonderausgabe Mai 2006. 200 Jahre Cocktail 1806-2006. Seite 69: Tiki und Mai Tai.
  7. https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Hawaiian_Hotel: Royal Hawaiian Hotel.
  8. http://wiki.webtender.com/wiki/Mai_Tai: Mai Tai.
  9. Emanuel J. Drechsel: Etymological Vocabulary and Index of Maritime Polynesian Pidgin. (http://www.cambridge.org/de/download_file/811732/). Seite 25.
  10. http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=uc1.$c175736;view=1up;seq=37: The Mid-Pacific magazine. Band 9.  Honolulu, 1915. Seite 25. Percy Hinter: Australia in America.
  11. http://tradervics.com/home-of-the-mai-tai/: „It’s Mai Tai Roa Ae!“
  12. http://www.cocktaildreams.de/smf/index.php?action=printpage;topic=5187.0: Titel: Re:Mai Tai Beitrag von: fmhannover am 16. Januar 2008, 21:36:54.
  13. http://www.pacific-travel-house.com/blog/2014/07/beruehmte-tiki-drinks-der-mai-tai/: Berühmte Tiki-Drinks: der Mai Tai. Von Nathalie, 27. Juli 2014.
  14. https://de.wikipedia.org/wiki/Mai_Tai: Mai Tai.
  15. http://www.royal-hawaiian.com/dining/cocktail-culture
  16. https://en.wikipedia.org/wiki/Mai_Tai: Mai Tai.
  17. http://www.perfectdrinks.de/maitai.html: Mai Tai.
  18. http://barrel-aged-thoughts.blogspot.de/2013/01/mai-tai-roa-ae-mythos-und-moderne.html: „Mai tai roa ae!“ – Mythos und Moderne I. Von Flo, 9. Januar 2013.
  19. http://barrel-aged-thoughts.blogspot.de/2013/12/mai-tai-roa-ae-mythos-und-moderne-ii.html: „Mai tai roa ae!“ – Mythos und Moderne II. Von Flo, 22. Dezember 2013.
  20. Bill Kelly: The Roving Bartender. Hollywood, Oxford Press, 1946.
  21. http://mixology.eu/klassik/ti-punch-der-susse-tod/: Ti Punch. Der süsse Tod. Von Bastian Heuser, 21. Oktober 2011.
  22. http://digicoll.manoa.hawaii.edu/hawaiianphoto/Pages/viewtext.php?s=search&tid=16&route=basicsearch.php&sterms=Royal%20Hawaiian&s=browse#: B-1252 ROYAL HAWAIIAN HOTEL.
  23. https://www.locationshawaii.com/news/throwback-thursday/throwback-thursday-royal-hawaiian-hotel.aspx: Throwback Thursday – The Twisted History of the Royal Hawaiian Hotel. Vom 31. Oktober 2013.
  24. Die historischen Bücher sind in unseren Beiträgen über historischen Bar-Bücher verzeichnet.

Historische Rezepte

1946 Bill Kelly: The Roving Bartender. Klappentext. Mai Tai.

Generations of thirsty,
lei – bedecked visitors
have encountered the
magnificent Mai Tai, Ha-
waii’s most famous drink.
From the big hotel bars in
Waikiki to the smallest
bistros on the Neighbor
Islands, natives and visit-
ors alike have sung the
praises of this „friend-
liest drink in the Is-
lands.“
A heady concoction of
three rums, juices, sticks
of sugar cane and pineap-
ple, none of which can be
left out to produce the
right character, the Mai
Tai is not a drink to be
taken lightly. Its delicious
flavor is enjoyed respect-
fully by those who are fa-
miliar with the age-old
Polynesian rum drink.
It is said by many that
there are two ways to be-
come a kamaaina (Ha-
waiian‘ old-timer): one
is to spend seven years
learning to know the is-
lands and their peoples
and the other is to spend
an afternoon on Waikiki
Beach and indulge in three
Mai Tais.
Bartender Takao Ya-
maguchi, who presides
over the famed Surf Room
in the Royal Hawaiian Ho-
tel, says the classic Mai
Tai contains: 1 jigger
light rum, 1 jigger golden
rum, 1 jigger dark rum,
juice of 1 line, dash of
orgeat syrup, dash of rock
candy syrup, dash of
Orange Curacao. Place
one – half lime shell
(squeezed) with ingre-
dients in a large old-
fashioned glass, fill with
shaved ice, garnish with
sprig of mint, sugarcane,
pineapple stick and a
vanda orchid and two
straws.

1972 Trader Vic: Trader Vic’s Bartender’s Guide (dieser Quelle zufolge: http://barrel-aged-thoughts.blogspot.de/2013/01/mai-tai-roa-ae-mythos-und-moderne.html).

6 cl Wray Nephew 17 years old
1,5 cl Orange Curacao (er verwendete DeKuyper)
0,75 cl Rock Candy Sirup
0,75 cl French Orgeat
Saft einer Limette (2-3 cl)

1980 Anonymus: Manual del bar. Seite 137. Mai Tai.

MAI TAI                      25 gramos de ron blanco
Batido.                       25 gramos de ron oro
Vaso de whisky.       20 gramos de curacao
.                                  Orange
.                                  10 gramos de jarabe de
.                                  almendras
.                                  15 gramos de jugo de lima
.                                  o limón
.                                  5 gramos de granadina
.                                  Hielo hasta la mitad del va-
.                                  so y encima hielo grani-
.                                  zado, decorar con una ra-
.                                  mita de menta, cereza y
.                                  ananá.

2004 Mixology. Ausgabe 6. Juli / August 2004. The Tiki Issue. Seite 33. Mai Tai, Mixology Rezeptur. 4 cl Appleton 12 years; 2 cl La Mauny weißer Rhum Agricole; 1 cl Dry Orange Curacao; 2 cl Mandelsirup; 2 cl Limettensaft.

2004 Mixology. Ausgabe 6. Juli / August 2004. The Tiki Issue. Seite 33. Mai Tai, Trader Vic’s Original Formula. 2 ounces 17-year-old J. Wray & Nephew Jamaican Rum; 1/2 ounce French Garnier Orgeat; 1/2 ounce Holland Orange Curaçao; 1/4 ounce Rock Candy Syrup; juice from one lime; garnish: 1/2 lime shell, sprig of mint.

2004 Mixology. Ausgabe 6. Juli / August 2004. The Tiki Issue. Seite 33. Trader Vic’s aktuelle Rezeptur. 2 ounces Trader Vic’s Mai Tai Rum; 4 ounces Trader Vic’s Mai Tai Mix; juice of one large lime.

2006 Mixology. Sonderausgabe Mai 2006. 200 Jahre Cocktail 1806-2006. Seite 70. Trader Vic’s Mai Tai. 6 cl 17-year-old J. Wray & Nephew Jamaican Rum; 1-2 cl French Garnier Orgeat; 1-2 cl Holland Orange Curacao; 1 cl Rock Candy Syrup; Saft einer Limette; Garnierung: 1 Minzzweig.

2009 Anistatia Miller & Jarred Brown: Spirituous Journey. A History of Drink. Book Two. Seite 227. Trader Vic Mai Tai: 8 parts 17-year old J. Wray & Nephew Rum over shaved ice; add juice from one lime; 2 parts curacao; 1 part rock candy syrup; 2 parts orgeat; shake vigorously; add a sprig of fresh mint.

2009 Anistatia Miller & Jarred Brown: Spirituous Journey. A History of Drink. Book Two. Seite 227. Don The Beachcomber Mai Tai: 6 parts Myer’s Plantation rum; 4 parts Cuban rum; 3 parts lime juice; 4 parts grapefruit juice; 1 part Falernum; 2 parts Cointreau; 2 dashes Angostura bitters; 1 dash pernod; shell of squeezed lime; 1 cup of cracked ice; shake for 1 minute; garnish with four sprigs of mint; add a spear of pineapple.

2010 Mixology 5/2010. Seite 55. Mai Tai (historisches Rezept von 1944). 6 cl 17-Jahre alten Wray & Nephew Rum; 3 cl Limettensaft; 1,5 cl Curacao Orange; 0,75 cl Orgeat; 0,75 cl Kandiszuckersirup (2:1 einfacher Sirup); Garnierung: halbe Limettenschale und Minzezweig.

2010 Mixology 5/2010. Seite 56. Mai Tai von „Gaz“ Regan: 4,5 cl 10 Cane Rum; 1,5 cl Wray & Nephew Overproof Rum; 1,5 cl Grand Marnier; 0,75 cl Orgeat Sirup; 1,5 cl Limettensaft; Garnierung: Minzezweigchen.

2010 Jason Kosmas & Dushan Zaric: Speakeasy, Classic Cocktails reimaged, from New York’s Employees Only Bar. Seite 101. Mai Tai. 1 1/2 ounces Flor de Caña 12-year-old rum; 3/4 ounce Marie Brizard orange Curaçao; 3/4 ounce orgeat or almond syrup; 1 ounce lime juice; garnish: 1 mint sprig, 1 lime wheel.

2011 Helmut Adam, Jens Hasenbein, Bastian Heuser: Cocktailian 1. Seite 408. Mai Tai, Trader Vic’s. 3 cl Jamaika Rum; 3 cl Martinique Rum; 1,5 cl Orange Curaçao; 1 BL Mandelsirup; 1 cl Zuckersirup; 3 cl Limettensaft; Garnitur: Minzzweig, ausgepresste Limettenhälfte.

2011 Helmut Adam, Jens Hasenbein, Bastian Heuser: Cocktailian 2. Seite 250. Mai Tai, Trader Vic’s. 3 cl gereifter Jamaika Rum; 3 cl Martinique Rum; 1,5 cl Orange Curaçao; 1 cl Orgeat; 1 BL Zuckersirup (2:1); 4,5 cl Limettensaft; Garnitur: Minzzweig, ausgepresste Limettenhälfte.

2011 Helmut Adam, Jens Hasenbein, Bastian Heuser: Cocktailian 2. Seite 252. Mai Tai, Don The Beachcomber. 4,5 cl British Navy Style Rum; 3 cl goldener kubanischer Rum; 2 cl Limettensaft; 3 cl Pink Grapefruitsaft; 1 cl Falernum; 1,5 cl Triple Sec; 2 Dashes Angostura Bitters; 2 Dashes Absinth: Garnitur: Limettenzeste, Minze.

2011 Jim Meehan: Das Geheime Cocktail-Buch. Seite 168. Mai-Tai. 3 cl Banks 5 Island Rum; 2 cl Rhum Clément V.S.O.P.; 3 cl Limettensaft; 1,5 cl Marie Brizard Curaçao Orange; 1,5 cl Kassatly Chtaura Orgeat; Garnitur: Minzezweig.

2013 Tristan Stephenson: The Curious Bartender. Seite 165. Mai Tai. 25 ml Trois Rivieres blanc rum; 25 ml Myer’s jamaican rum; 12,5 ml orange curaçao; 25 ml lime juice; 8 ml orgeat syrup; 8 ml sugar syrup; garnish: pineapple wedge, cherry. a splash of overproof rum on top.

2014 David Kaplan, Nick Fauchald, Alex Day: Death & Co. Seite 144. Mai Tai. 1 lime wedge; 1 ounce El Dorado 15-year rum; 1 ounce Appleton Estate V/X rum; 1/4 ounce La Favorite rhum agricole blanc; 1/2 ounce Rhum Clément créole shrubb; 1 ounce lime juice; 3/4 ounce orgeat; 1 dash Angostura bitters; garnish: 1 mint bouquet.

Royal Hawaiian, http://www.royal-hawaiian.com/dining/cocktail-culture: 1 oz. Bacardi Rum; 1 tsp. Cherry Vanilla Puree; ½ oz. Amaretto di Saronno; ½ oz. Cointreau; 1 oz. Fresh Govinda Orange Juice; 2 oz. Fresh Govinda Pineapple Juice; ½ oz. Whaler’s Dark Rum Float. Float with Whaler’s Dark Rum, garnish with a parasol with cherry, pineapple and lime wedge.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Sie dient lediglich dazu, daß wir gegebenenfalls direkt mit Dir Kontakt aufnehmen können.