Signature Drinks

Port Oporto

Port Oporto.

Tawny Port mit rauchigem Scotch ist eine erstklassige Kombination. Mehr braucht es nicht, denn mehr wäre überflüssig.

40 ml Port Charlotte
40 ml Graham’s Tawny Port 20 Jahre
Zubereitung: Auf Eis gerührt

alternativ

40 ml Port Charlotte
20 ml Graham’s Tawny Port 20 Jahre
bei Zimmertemperatur serviert

Es ist erstaunlich, wie sehr sich beide Varianten voneinander unterscheiden. Trotz gleicher Zutaten ist ihr Charakter sehr verschieden, weshalb wir empfehlen, beide zu probieren.

Dieses Getränk entstand zufällig am 26. Juli 2019. Ich trank einen Port, während Arne sich etwas später einen Dram Port Charlotte gönnte. Ich dachte so bei mir, daß der Port heute richtig intensiv rieche, voller Aromen, bis ich bemerkte, daß es sich dabei um eine Mischung aus meinem Port und den aus dem Whiskeyglas herüberschwebenden Aromen des Port Charlotte handelte. So bemerkte ich zufällig, wie gut beide Aromatiken miteinander interagieren.

Eine Mischung aus zwei Teilen Port Charlotte und einem Teil Tawny Port bei Zimmertemperatur gemischt ist genial. Wenn man die Mischung auf Eis gerührt genießen möchte, so muß man allerdings den Anteil des Ports erhöhen, um den Einfluß der niedrigeren Temperatur auszugleichen. Gleiche Teile dürfen es dann ruhig sein.

Wie sich im Versuch gezeigt hat, harmonieren andere Islay-Whiskys nicht so gut mit einem Port wie der Port Charlotte.

Die Namensgebung gestaltete sich recht einfach. Sie nimmt auf beide Komponenten Bezug. Zum einen ist dies „Port Charlotte“, zum anderen ist dies die Stadt, die namensgebend für den Portwein ist, Porto, in früheren Zeiten auch „Oporto“ genannt. Kombiniert man beide, so ergibt sich daraus „Port Oporto“.

Dieses Mischgetränk erinnert in seiner Kombination von Port mit einer anderen Spirituose an den Tinton Cocktail, der schon 1917 bei Hugo Ensslin erschien. Er bereitete letzteren aus einem Teil Portwein und zwei Teilen Applejack zu.

Port Oporto.
Port Oporto.

über

Hallo, ich bin Armin, und in meiner Freizeit als Blogger, freier Journalist und Bildungstrinker möchte ich die Barkultur fördern. Mein Schwerpunkt liegt auf der Recherche zur Geschichte der Mischgetränke. Falls ich einmal eine Dir bekannte Quelle nicht berücksichtigt habe, und Du der Meinung bist, diese müsse berücksichtigt werden, freue ich mich schon darauf, diese von Dir zu erfahren, um etwas Neues zu lernen.

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