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Vom Gin Punch zum Collins – Teil 1: Der Gin Punch

Gin Punch. Titelbild.

Am Anfang des Collins‘ steht der Gin Punch. Betrachten wir also zunächst, warum er getrunken wurde und von wem, bevor wir uns mit seiner Weiterentwicklung beschäftigen.

Einleitung

Alles beginnt mit dem Gin Punch. Was weiß nun David Wondrich über den Gin Punch zu berichten? Er klärt uns wie folgt auf: Gin war im zweiten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts in England zur bevorzugten Spirituose der städtischen Bevölkerung geworden und in den 1730er Jahren begann die arme Unterschicht damit, einen Punch mit Gin zuzubereiten. Aufgrund des im Gin enthaltenen Wacholders begannen Ärzte sogar damit, Gin Punch als Medizin zu verschreiben. Doch gesellschaftlich allgemein akzeptiert war er noch nicht. Dies geschah nur zaghaft. Erst im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts fand er schließlich auch Eingang in die vornehmere Gesellschaft und Gin Punch wurde auch in den ehrbarsten Gasthäusern, Clubs, Kaffeehäusern und Offiziersmessen angeboten. [1-200] [1-201] [1-202]

Wie wurde ein Gin Punch zubereitet?

David Wondrich zufolge gab es um 1830 zwei Methoden, einen Gin Punch herzustellen. Den kalten Gin Punch bereitete man wie jeden anderen Punch auch mit Zitronensaft, Zucker und Wasser zu. Für den heißen Gin Punch nimmt er an, daß er wie andere heiße Punche zubereitet wurde und man Zitronenschale anstelle des Zitronensaftes verwendete. [1-202]

Wir haben die Varianten des Whiskey Punches oder Rum Punches eingehend untersucht und schließen uns nach eigenen Studien dieser Meinung nur teilweise an. Wir möchten uns an dieser Stelle jedoch nicht ausführlich damit beschäftigen, sondern auf den entsprechenden Beitrag verweisen.

Leider hat sich keine wirklich alte historische Rezeptur erhalten, oder sie wurde nicht aufgeschrieben. Deshalb kann man nur Vermutungen über die Zubereitung eines Gin Punches aufstellen. David Wondrich schlägt vor, sich für einen kalten Gin Punch an Major Bird’s Brandy Punch zu orientieren und den Cognac durch Gin zu ersetzen. Für einen heißen Gin Punch schlägt er vor, sich an Blackwood’s Hot Whiskey zu orientieren. [1-203]

Major Bird’s Brandy Punch

Diesen Punch hatten wir auch bei der Rekonstruktion des ursprünglichen Cocktails herangezogen. Es ist ein altes Rezept, über 300 Jahre alt, denn Major Bird war seit 1689 im Spirituosengeschäft tätig. Dieser Punch wird aus einem Quart Brandy (1,1365 Liter) und zwei Quarts und einem Pint Quellwasser (rund 2,841 Liter) zubereitet, also mit einem Verhältnis von 2:5. Hinzu kommen sechs bis acht lissaboner Zitronen und ein halbes Pound (rund 0,454 kg) feinen Zuckers. Wenn man den Punch sehr stark möchte, so soll man auf einen Teil Brandy zwei Teile Quellwasser verwenden.

John Ashton: Social life in the reign of Queen Anne, 1882, Seite 202 - Major Bird's Punch.
John Ashton: Social life in the reign of Queen Anne, 1882, Seite 202 – Major Bird’s Punch. [3-202]

– Take one Quart of Brandy, and it will bear 2 Quarts and a Pint of Spring Water; if you drink it very strong, then 2 Quarts of Water to a Quart of the Brandy, with 6 or 8 Lisbon Lemmons, and half a Pound of fine Loaf Sugar: Then you will find it to have a curious fine scent and flavour, and Drink and Taste as clean as Burgundy Wine. [1-132] [3-202]

Dies sind natürlich Mengen, mit denen wir heutzutage üblicherweise nicht mehr mixen. Interessant wird es nun, wenn man das Punchrezept auf ein Cocktailglas herunterrechnet. Man erhält dann eine Rezeptur von ungefähr 20 ml Brandy, 40 ml Wasser, 7,75 ml Zitronensaft und 4 Gramm Zucker.

Blackwood’s Hot Whiskey

David Wondrich nennt diesen Whiskey Punch mit Bezug auf das in Edinburgh erschienene Blackwood’s Magazine „Blackwood’s Whisky Punch“. [1-188] Darin wurden die Noctes Ambrosianae veröffentlicht. In der Originalausgabe von 1828 ist von einem Whisky Toddy die Rede, [5-118] ohne Anmerkung dazu. In der Ausgabe von 1854 hingegen gibt es eine Fußnote mit einer Rezeptur: „Das Geheimnis der Herstellung von Whisky-Punch liegt in der Praxis. Der Zucker sollte zuerst in einer kleinen Menge Wasser gelöst werden, die so sein muß, daß die Iren sie als „kreischend heiß“ bezeichnen. Als nächstes gib den Whisky dazu. Dann füge einen dünnen Streifen frisch geschnittener Zitronenschale hinzu. Dann füge den Rest des Wassers hinzu, so daß die Spirituosen einen drittel Teil der Mischung ausmacht. Schließlich. – Trink! Zitronensaft ist schädlich und sollte vermieden werden.[4-11]

Noctes Ambrosianae XXXV. 1854. Whisky-Punch.
Noctes Ambrosianae XXXV. 1854. Whisky-Punch. [4-11]

„The mystery of making whisky-punch comes with practice. The sugar should be first dissolved in a small quantity of water, which must be what the Irish call „screeching hot.“ Next throw in the whisky. Then add a thin shaving of fresh lemon peel. Then add the rest of water, so that the spirits will be the third of the mixture. Lastly. – Drink! Lemon juice is deleterious and should be eschewed.“ [4-11]

Der aufmerksame Leser wird sich fragen, warum im Text von einem Whisky Toddy die Rede ist, in der Fußnote aber von einem Punch. Nun, es ist so, daß man offensichtlich beides fälschlicherweise gleichsetzte – dazu werden wir noch einen eigenen Beitrag verfassen und genau auf Punch, Toddy und Anverwandte eingehen.

Gin Punch als Medizin und als Genuß

Nach dieser allgemeinen Einführung in den Gin Punch wird es Zeit, sich näher mit den historischen Quellen zu beschäftigen. Wenn auch oftmals eine Rezeptur nicht angegeben wird, so erfahren wir doch, zu welchen Gelegenheiten und warum man ihm konsumierte. Bringen wir die Quellen also in eine chronologische Reihenfolge. Wir betrachten dabei hauptsächlich die Erwähnungen des Gin Punches bis zur Erfindung des Garrick Club Punches und des Collins. Denn der Gin Punch ist für deren Entwicklung wichtig.

Betrachten wir also einmal die verschiedenen Aspekte der überlieferten Quellen. Wir beginnen mit einer medizinischen Betrachtung.

Der Gin Punch als Medizin

Im Folgenden haben wir Zitate gesammelt, die uns eine Einsicht geben, in welchen Zusammenhängen ein Gin Punch als Medizin betrachtet wurde. Sie wiederholen sich teilweise in ihrer Aussage; gleichwohl sind sie hier aufgeführt, um zu zeigen, daß der Gin Punch noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Heilmittel verschrieben wurde. Nach den Zitaten geben wir eine kurze erste Zusammenfassung.

1771 & 1774

William Buchan: Domestic Medicine. 1774. Seite 352 und 354.
William Buchan: Domestic Medicine. 1774. Seite 352 und 354. [6-352] [6-354]

Im Jahr 1774 wird Gin Punch als Medizin verordnet: Falls man kein Wasser lassen kann, also bei „a suppression of urine“ empfiehlt man ihn dem Patienten unter anderem als Getränk, „und wenn es keine Entzündung gibt, darf er einen kleinen Gin-Punch ohne Säure trinken.[6-352]

„… and, if there is no inflammation, he may drink small gin-punch without acid.“ [6-352]

Allerdings muß man hier einwenden, daß ein Gin Punch ohne Säure kein Punch mehr ist, sondern ein Toddy. Auch bei Nierensteinen wird er verschrieben: „Wenn der Patient an reichlich Alkohol gewöhnt ist, darf er einen kleinen Gin-Punch ohne Säure trinken.[6-354]

„If the patient has been accustomed to generous liquors, he may drink small gin-punch without acid.“ [6-354]

William Buchan: Domestic Medicine. 1771. Seite 319.
William Buchan: Domestic Medicine. 1771. Seite 319. [7-319]

In einem drei Jahre zuvor erschienenen Buch desselben Autors wird noch eine Warnung hinzugefügt: „Aber mit Spirituosen muß sehr sparsam umgegangen werden, da alles, was sich erhitzt, schädlich ist.[7-319]

„But spirits must be used very sparingly, as everything that heats is hurtful.“ [7-319]

1789

Mary Cole: The Lady's Complete Guide. 1789. Seite 528.
Mary Cole: The Lady’s Complete Guide. 1789. Seite 528. [8-528]

The Lady’s Complete Guide schreibt 1789 zu Nierensteinen ebenfalls: „Wenn der Patient an reichlich Alkohol gewöhnt ist, darf er einen kleinen Gin-Punch ohne Säure trinken.

„If the patient has been accustomed to generous liquors, he may drink small gin-punch without acid.“ [8-528]

1804

1804 lesen wir bei William Hunter in einem Bericht aus Sri Lanka: „Auszug aus den Anmerkungen im Krankenregister des 80. Regiments, Trincomalee, September 1798, übermittelt an Dr. Ewart. DIE Beriberi ist eine Krankheit von eigentümlicher Art, die bei allen Truppen, sowohl den Europäern als auch den Einheimischen in dieser Siedlung, extrem häufig und tödlich war. … VERSCHIEDENE Arten der Heilung wurden bei dieser Krankheit erprobt, aber in letzter Zeit habe ich einheitlich den folgenden Plan verfolgt, mit ungewöhnlichem Erfolg. IN dem leichteren Fall werden die Patienten sofort mit Kalomel und Meerzwiebel behandelt. Das Schwitzen und andere Entleerungen werden durch salzhaltige Getränke oder kleine Dosen von Antimonial- oder James-Pulver befördert, und die Kraft wird durch Spirituosen, in der Regel Gin Punch, unterstützt, die die Wirkung der Meerzwiebel sehr fördern. Durch diese Medikamente werden die Symptome sehr oft im Laufe weniger Tage beseitigt … . Dann werden Pedulivium und stimulierende Linimente für die Extremitäten verordnet, und die Patienten werden auf einen tonischen Plan aus Rinde und Wein oder Porter gesetzt, der noch einige Zeit fortgesetzt wird, nachdem alle Symptome verschwunden sind. … DIE Männer des 80. Regiments haben inzwischen so häufige Fälle der Krankheit und ihrer tödlichen Folgen gesehen, daß sie selten Zeit verlieren, um Hilfe zu beantragen, nachdem sie von der Schwellung, wie sie es nennen, befallen wurden. Durch diesen Umstand verlieren wir jetzt vergleichsweise wenige durch die Beschwerde. Wenn ich mir meine Ergebnisse anschaue, stelle ich fest, dass wir im Laufe der letzten sechs Monate nur zwei von achtundsiebzig Männern verloren haben, die von der Krankheit befallen waren.“ [9-82] [9-84] [9-85] [32]

William Hunter: An Essay on the Diseases Incident to Indian Seamen, 1804, Seite 82, 84, 85.
William Hunter: An Essay on the Diseases Incident to Indian Seamen, 1804, Seite 82, 84, 85.[9-82] [9-94] [9-85]

„Extract from the remarks in the Sick Register of the 80th Regiment, Trincomalie, September 1798, transmitted to Doctor Ewart. THE Beriberi is a disease of a peculiar nature, which has been extremely frequent, and fatal amongst all the troops, both Europeans and natives in this settlement. … VARIOUS modes of cure have been attempted, in this disease; but I have of late uniformly pursued the following plan, with uncommon success. IN the more mild case, the patients are immediately put upon a course of calomel and squills. The perspiration and other evacuations are promoted by saline drinks, or small doses of antimonial or James‘s powder, and the strength supported by cordial liquors, most generally gin punch, which assists much the effect of the squills. By these medicines, the symptoms are very often removed, in the course of a few days; except the numbers of the extremities, which generally remain longer than the rest. Pedulivium and stimulant liniments are then ordered to the extremities, and the patients are put upon a tonic plan, of bark and wine, or porter, which is continued for some time after all the symptoms have disappeared. … THE men of the 80th Regiment have now seen such frequent instances of the disease, and of fatal consequences from it, that they seldom lose any time in applying for assistance, after they are attacked with the swelling, as they call it. From this circumstance, we now comparatively lose very few from the complaint. UPON looking over my returns, I find we have only lost two out of seventy-eight men, attacked with the disiease, in the course of the last six months.“ [9-82] [9-84] [9-85]

In dieser Publikation wird mit Gin Punch eine Krankheit namens Beriberi behandelt. Welche dies genau war, ist nicht genau zu sagen, denn bis zum 19. und beginnenden 20. Jahrhundert benutzte man die Bezeichnung Beriberi für eine ganze Reihe von Symptomen und nicht für eine einzelne unterscheidbare Erkrankung. Heute versteht man darunter eine Erkrankung, die durch den Mangel an Vitamin B1 entsteht. Dabei kann es zu einem Ödem, also zu Wasseransammlungen im Gewebe, kommen. [10]

Interessant ist hier die Nennung von „Rinde und Wein“ als Medizin. Bei der Rinde kann es sich nur um die Rinde des Chinarindenbaums mit Chinin als Wirkstoff handeln. Ein Gin Punch wurde also gemeinsam mit Wein, der mit Chinin versetzt war, gereicht. Man mag in diesem Zusammenhang an einen Gin & Tonic denken, der ebenfalls Gin mit Chinin kombiniert.

1810

1810 heißt es in einem Beitrag über das Walcheren-Fieber: „Der Behandlungsplan, den ich zuletzt im Walcheren-Wechselfieber angewendet habe, war der beste, der bei Wassersucht verfolgt werden konnte, … Abführmittel … wurden jeden vierten oder fünften Tag eingefügt, solange die Ansammlung von Wasser im Unterleib auf die Notwendigkeit ihres Einsatzes hinzuweisen schien.* Ich verabreichte diese Medikamente bei jeder Art von Wassersucht, … während ich den Kranken Gin Punch als ein alltägliches Getränk erlaubte. Durch diese vorbereitenden Mittel wurde ich bald in die Lage versetzt, die Rinde wieder zu verwenden, wenn die Häufigkeit der Krämpfe dies unbedingt erforderte … .[11-145] [11-146]

John Brunnell Davis: A scientific and popular view of the fever of Walcheren.1810. Seite 145-146.
John Brunnell Davis: A scientific and popular view of the fever of Walcheren.1810. Seite 145-146.[11-145] [11-146]

„The plan of treatment which I latterly adopted in the Walcheren intermittent was the best which could be pursued in dropsy, … Purgative medicines … were interposed every forth or fifth day as long as the accumulation of water in the abdomen seemed to indicate the necessity of their employment.* I administered these medicines in every kind of dropsical affection, … while I allowed the sick, gin punch as a common beverage. By these preparatory means I was enabled soon to recur to the use of the bark, if the frequency of the paroxysms absolutely required it … .“ [11-145] [11-146]

Worum handelt es sich bei diesem Walcheren-Fieber? Die Walcheren-Expedition wurde im Jahr 1809 von den Briten unternommen. Im Österreich-Französischem Krieg waren sie mit Österreich verbündet. Es gelang ihnen, die niederländische Insel Walcheren einzunehmen. Sie mußten die Insel jedoch nach einigen Monaten wieder verlassen, da täglich etwa 20 bis 25 Soldaten an einer fieberähnlichen Krankheit, die man Walcheren-Fieber nannte, starben. Man nimmt an, daß es sich dabei um eine in der Gegend endemische Malaria gehandelt hat. Die einheimische Bevölkerung war davon nicht betroffen, da sie weitgehend immun war. [12] [13]

1818

1818 geht es erneut um Beriberi, und die Behandlung ist die bereits zuvor publizierte: „In den leichteren Fällen werden die Patienten sofort auf eine Kur mit Kalomel und Meerzwiebel gesetzt. Das Schwitzen und andere Entleerungen werden durch salzhaltige Getränke oder kleine Dosen von Antimonial- oder James-Pulver befördert, und die Kraft wird durch Spirituosen, in der Regel Gin Punch, unterstützt, die die Wirkung der Meerzwiebel sehr fördern.

James Johnson: The Influence of Tropical Climates on European Constitutions. 1818. Seite 233. - The Influence of Tropical Climates on European Constitutions. 1818. Seite 233.
James Johnson: The Influence of Tropical Climates on European Constitutions. 1818. Seite 233. – The Influence of Tropical Climates on European Constitutions. 1818. Seite 233. [16-233]

„In the more mild cases, the patients are immediately put upon a course of calomel and squills. The perspiration and other evacuations are promoted by saline drinks, or small doses of antimonial or James‘s powder, and the strength supported by cordial liquors, most generally gin punch, which assists much the effect of the squills.“ [16-231] [16-233]

1819

1819 heißt es: „Es ist in der Tat eine äußerst schmerzhafte Maßregel, dem dringenden Trinkverlangen zu widerstehen, und soweit eine sorgfältige Beobachtung gezeigt hat, glauben wir, daß Trinken bei Wassersucht ungefährlich ist; und daß die Menge des Urins, wo es erlaubt ist, in der Regel gleich der getrunkenen Menge ist. Manchmal ist sie sogar noch größer; besonders wenn das Getränk lauwarm oder mit Substanzen gemischt ist, die für die Nieren leicht anregend sind, wie z.B. schwacher Gin Punch, &c;[17-Diuretics]

Adam Rees: The Cyclopedia. 1819. Diuretics.
Adam Rees: The Cyclopedia. 1819. Diuretics. [17-Diuretics]

„It is, in fact, an extremly painful measure, to resist the urgent desire of drink, and as far as careful observation has gone, we believe it to have been decided that the use of drink is save in dropsy; and that the quantity of urine voided, where it is permited, is usually equal to the quantity of drink taken in. Sometimes it is even greater; especially when the drink is taken tepid, or is mixed with materials, that are slightly stimulant to the kidnies, such as weak gin punch, &c;“ [17-Diuretics]

1822

1822 wird Gin Punch auch bei Gelbfieber verschrieben: „Die Doktoren G—– und M —– besuchten ihn in den ersten zehn Tagen des Fiebers, hatten ihm einige Salze gegeben, ihm befohlen, heißen Brandy oder Gin Punch, Laudanum &c. zu trinken;[20-25]

Peter Donaldson: The Natural History of ... yellow malignant fever. 1822. Seite 34-35.
Peter Donaldson: The Natural History of … yellow malignant fever. 1822. Seite 34-35.[20-34] [20-35]

„Drs. G—– and M —– attended him the first ten days of the fever, had given him some salts, ordered him to drink hot brandy, or gin punch, laudanum &c.;“ [20-35]

1830

1830 erscheint folgendes in Publikation: „ANASARCA wurde selten als idiopathische Erkrankung beobachtet. Häufiger wurde festgestellt, daß es sich um die Folge einer Krankheit, insbesondere Fieber, handelt, gegen die der Patient zuvor behandelt und aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Der tödliche Fall wies in seinem letzten Stadium alle Symptome einer gut ausgeprägten Beriberi-Krankheit auf. Die Behandlung bestand vor allem in der Einnahme von Tonika, starken Abführmitteln und Diuretika, insbesondere Digitalis. In einem Fall, in dem ein reichlicher Erguß in alle Hohlräume stattgefunden hatte, wurden im Laufe von zwei Tagen und zwei Nächten fast 400 Tropfen der Tinktur verabreicht, mit der glücklichsten Wirkung. Der Urin, der zuvor sehr spärlich war, wurde in Mengen von sechs bis acht Pfund täglich ausgeschieden, und alle schlechten Symptome verschwanden bald. Der Patient wurde während der Einnahme des Mittels sorgfältig beobachtet; seine Kräfte wurden durch häufig verabreichten Gin-Punch unterstützt, und Wasser, das mit Weinstein vermischt war, war sein übliches Getränk.[21-8]

J.P. Grant & M. T. Ward: Official papers on the medical statistics and topography of Malacca and Prince of Wales‘ Island and on the prevailing diseases of the Tenasserim Coast. 1830. Seite 8.
J.P. Grant & M. T. Ward: Official papers on the medical statistics and topography of Malacca and Prince of Wales‘ Island and on the prevailing diseases of the Tenasserim Coast. 1830. Seite 8.[21-8]

„ANASARCA was rarely observed as an idiopathic affection. More frequently it was found to be the sequela of disease, particularly fever, for which the patient had been previously treated, and discharged from hospital. The fatal case, in its last stage, presented all the symptoms of well marked Beriberi. The treatment consisted principally in the exhibition of Tonics, drastic purgatives, and diuretics especially Digitalis. In one case where abundant effusion had taken place into all the cavities, nearly 400 drops of the Tincture were administered in the course of two days and two nights, with the most happy effect. The urine which had previously been very scanty, was discharged in quantities of, from six to eight pounds daily, and all the bad symptoms soon disappeared. The patient was carefully watched during the exhibition of the remedy; his strength was supported by Gin-punch frequently given, and water in which Cream of Tartar was diffused, was his common drink.“ [21-8]

1831

Moritz Hasper: Ueber die Natur und Behandlung der Krankheiten der Tropenländer. Erster Theil. 1831. Seite 518.
Moritz Hasper: Ueber die Natur und Behandlung der Krankheiten der Tropenländer. Erster Theil. 1831. Seite 518. [25-518]

1831 heißt es zum Thema „Von der Behandlung mit Beriberi. In den mildern Fällen empfahl Christie Calomel mit Squilla, oder mit andern diuretischen Mitteln und Beförderung der Perspiration und anderer Ausleerungen durch Getränke und kleine Dosen Antimonium, oder durch das bekannte Jamespulver, und endlich die Kräfte zu stärken, wozu er Liqueure, besonders die von Ingwer bereiteten, gin punch, welcher zugleich die Wirkungen der Squilla befördere, anwendete. Durch diese Mittel werden die Symptome oft innerhalb weniger Tage entfernt, mit Ausnahme des Einschlafens der Extremitäten, das gewöhnlich längere Zeit noch zurückbleibt.“ [25-518]

1834

1834 wird berichtet: „Die zweite kurative Indikation bei Wassersucht ist die Beseitigung der Ursachen dieser Krankheit. … Es sollen tonische und stimulierende Medikamente mit entsprechender Ernährung und Diät verschrieben werden. Cinchona, eisenhaltiges Mineralwasser, Bitterstoffe, Aromastoffe, die die Verdauungskräfte fördern und zur allgemeinen Stärkung des Systems beitragen, sind daher richtig. … und rheinischer Wein, da er eine harntreibende Eigenschaft hat, wird häufig bevorzugt. Gin ist harntreibend und kann in den Fällen von Wassersucht, die die stärkeren Stimulanzien zulassen, vorteilhaft in Form von Gin Punch erlaubt werden.[28-51] [33]

James Ford: A Treatise On Dropsy. 1834. Seite 51.
James Ford: A Treatise On Dropsy. 1834. Seite 51. [28-51]

– „The second curative indication in dropsy is to remove the causes of this disease. … Tonic and stimulant medicines, with correspondent diet and regimen, are to be described. Cinchona, chalybeates, bitters, aromatics, as tending to promote the digestive powers, and as contributing to give general strength to the system, are therefore proper. … and Rhenish wine, as having a diuretic property, is frequently preferred. Gin is diuretic, and may, in those cases of dropsy which admit of the stronger stimulants, be advantageously allowed in the form of gin punch.[28-51]

1847

Theophiluis Redwood: Gray's supplement to the pharmacopoeia. 1847. Seite 527.
Theophiluis Redwood: Gray’s supplement to the pharmacopoeia. 1847. Seite 527. [29-527]

1847 wird über Wacholder gesagt: „Herr Alexander sagt, daß das Öl, in Dosen von vier Tropfen, das stärkste aller Diuretika ist;

–  „Mr. Alexander says, that the oil, in doses of four drops, is the most powerful of all diuretics;“ [29-527]

1848

 

Allan Web: Pathologia Indica, or The Anatomy of Indian Diseases. 1848. Seite 286-287.
Allan Web: Pathologia Indica, or The Anatomy of Indian Diseases. 1848. Seite 286-287. [27-286] [27-287]

In einem Buch aus dem Jahr 1848 über die Krankheiten Indiens finden sich Beispiele dafür, daß Gin Punch zusammen mit Chinarinde verschrieben wurde. [27-286] [27-287]

1863

1863 ist eine kleine Menge an Gin Punch immer noch in den meisten Fällen von Wassersucht eine geeignete Medizin, um die Nieren zu stimulieren: „Ich kenne kein besseres Heilmittel, obwohl in geschwächten Fällen die Praxis Vorsicht erfordert. Ein ähnlicher Behandlungsplan sollte verfolgt werden, wenn die Gliedmaßen betroffen sind; und da in den meisten Fällen eine starke Minderung der Lebenskräfte vorliegt, sind kleine Mengen Gin-Punch oft vorteilhaft, um die Kraft zu erhalten und die Nieren zu stimulieren.[22-266]

Daniel Maclachlan: A practical treatise on the diseases and infirmities of advanced life. 1863. Seite 266.
Daniel Maclachlan: A practical treatise on the diseases and infirmities of advanced life. 1863. Seite 266. [22-266]

„I know no better remedy, though in debilitated cases the practice requires caution. A similar plan of treatment should be pursued when the limbs are infiltrated; and, as in most dropsical cases there is much depression of the vital powers, small quantities of gin-punch are often beneficial in sustaining the strength and stimulating the kidneys.“ [22-266]

Erste Zusammenfassung

Nicht nur bei Malaria wurde Gin Punch verabreicht. Ein schwacher Gin Punch wurde auch bei Wassersucht verschrieben. Interessant ist, daß auch Malaria zu einer Wassersucht führen kann. Aufgrund einer malariabedingten Niereninsuffizienz kann man eine Anasarka, ein Ödem des Unterhautzellgewebes bekommen. Dabei wird Flüssigkeit meist in Weichteilen eingelagert und tritt beispielsweise bei einer vermehrten Flüssigkeitszufuhr bei reduzierter oder fehlender Urinausscheidung auf. [18] Bei Malaria kommt es nicht selten zu einer Durchblutungsstörung der Niere und zu einem akuten Nierenversagen. [14]

Der Grund für die Gabe eines Gin Punches liegt in dem im Gin enthaltenen Wacholder. Dieser wirkt durch die in ihm entthaltenen nierenreizenden Inhaltsstoffe diuretisch und fördert so die Harnausscheidung. Man darf ihn jedoch nur in Kombination mit anderen Diuretika einsetzen. Insbesondere bei der Verwendung des Wacholders als einzige Droge kann es leicht zu einer Überdosierung kommen. Bei solch einer Überdosierung kann es zu Nierenschäden kommen, bis hin zum Nierenversagen. [15]

Auch der im Gin Punch enthaltene Alkohol wirkt als Diuretikum. [19] Wer mehr dazu erfahren möchte, sei auf unseren Beitrag zum Morning Glory Fizz verwiesen.

Vor diesem Hintergrund können wir leicht verstehen, warum bei Malaria und Wassersucht neben anderen Diuretika auch ein leichter Gin Punch verschrieben wurde. Man wollte die Nierenfunktion verstärken und die Urinausscheidung fördern, um Wasser abzuleiten.

Der Gin Punch als Genußmittel

Der Gin Punch wurde jedoch nicht nur als Medizin verabreicht, sondern wurde auch zum Vergnügen getrunken. Die folgenden Quellen mögen dies beleuchten.

1776

1776 schrieb James Boswell, der schottische Rechtsanwalt und Biograph von Samuel Johnson, dem nach William Shakespeare meistzitierten englischen Autor, in seinem Tagebuch „Ich habe etwas zu viel Gin Punch getrunken. Das war eine neue Spirituose für mich, und er gefiel mir sehr gut.“ –

– „I drank rather too much gin punch. It was a new liquor to me, and I liked it much.“ [1-201] [30] [31-36]

1810

Timothy Bobbin geht in seinem 1810 erschienenen Buch mit dem Titel „The passions, humourously delineated“, also „Die Leidenschaften, humorvoll geschildert“ [23] auch auf den Gin Punch ein. Unterschrieben ist die Tafel mit Namen „Delight“ – also  „Vergnügen“ – wie folgt:

Timothy Bobbin: Delight. 1810.
Timothy Bobbin: Delight. 1810. [23-XVI]

„PLATE XVI.
WHAT various ways we diff‘rent mortals press,
To that fam‘d goal, the world calls happiness!
Some take ambition‘s high and slipp‘ry road;
And some rich viands make their chiefest God.
Some wine, some women; some love cards and dice;
Some think full bags all human bliss comprise.
Some love retirement; some for pleasure roam,
And some for books do starve themselves at home.
But here old merry Kate, and Nan, and Bess,
Find nearer ways to climb happiness:
Gin, punch and flip, are all their sole delight;
They laugh at th‘ world, and swear they‘re only right.“

Es geht also um die verschiedenen Wege, die Sterbliche einschlagen, um ihr Glück zu finden. „Aber hier finden die alte fröhliche Kate, Nan, und Bess nähere Wege, um den Gipfel der Glückseligkeit zu erklimmen: Gin, Punch und Flip, sind ihre einzige Freude; Sie lachen über die Welt und schwören, daß sie nur Recht haben.[23-XVI]

1827

The Sporting Magazine, Vol. 21, No. 123, Dezember 1827, Seite 133.
The Sporting Magazine, Vol. 21, No. 123, Dezember 1827, Seite 133. [24-183]

Spätestens in den 1820er Jahren kann Gin Punch als etwas auch vom Adel Akzeptiertes betrachtet werden, denn in einem Beitrag aus dem Jahr 1827 heißt es: „Seine Lordschaft war genau in der richtigen Verfassung, um uns zu empfangen. … und ein Glas Gin Punch und eine Stunde Klatsch und Tratsch schlossen den Abend dieses Tages ab.

„His Lordship was in just the right trim to receive us. … and a glass of gin punch and an hour‘s gossip closed the evening of this day.“ [24-183]

1836

1836 heißt es in einem Gedicht mit dem Titel „Oxford, by Day and Night“:  „Gin Punch! ist die Bestellung der Nacht. Gin Punch! die große Freude der Oxforder ist, Und sowohl heiß als auch stark gebraut, machen sechs Becher die Gliedmaßen schwankend, und schicken die Studienanfänger gründlich auf den Kaminvorleger oder unter den Tisch, während hartnäckigere Bacchanten, ihren Lauf durch „Genevers Seen“ jubelnd vorwärts treiben, schreien bis zur Heiserkeit des gefallenen Studienanfängers betrunkenes Klagelied.“ [26-490] [26-491]

Oxford by Day and Night. Monthly Magazine, 1836, Seite 490-491.
Oxford by Day and Night. Monthly Magazine, 1836, Seite 490-491. [26-490][26-491]

– „Gin punch! the order of the night is. Gin punch! the Oxonian’s great delight is, And being brewed both hot and strong, Six tumblers make the limbs unstable, And send the freshmen clean along, The hearth-rug, or beneath the table. While hardier bacchanals their course Thro‘ „Geneva’s lakes“ exulting urge, And standing o’er him, shriek till hoarse, The fallen freshman’s drunken dirge.“ [26-490] [26-491]

Zweite Zusammenfassung

Der Gin Punch erschien erst spät; zuerst bereitete man den Punch mit Rum oder Brandy zu. Doch da auch das einfachere Volk einen Punch trinken wollte, sich jedoch keine teuren Spirituosen leisten konnte, griffen sie zu Gin, während der Adel und die Oberschicht teurere Spirituosen verwendeten. Dies ist sicherlich ein Aspekt, denn damals war es nicht anders als heute: man wollte am Glamour der Reichen und Schönen teilhaben und ebenfalls Punch trinken. Es ist vergleichbar zu heute: Kaum trinkt Madonna ein spezielles Wasser, so wollen es ihr viele gleich tun und kaufen es ebenfalls, um ihrem Star nahe zu sein. [34] [35]

Bei dieser Betrachtung wird jedoch ein wesentlicher Aspekt übersehen, nämlich die Rolle, die der britischen Marine zukommt. Die Royal Navy bildete sich im Verlauf des 16. Jahrhunderts während des Krieges gegen Spanien und wurde während des 17. Jahrhunderts zu einer festen Einrichtung. Insbesondere die ab 1690 stattfindenden Auseinandersetzungen mit Frankreich, die bis in die Zeit der 1815 endenden napoleonischen Kriege andauerten, führten zum Aufbau einer großen, die Weltmeere beherrschenden Flotte. [36] In unserem Beitrag über den Punch werden wir aufzeigen, daß dieser eng mit der maritimen Seefahrt verbunden war; man trank ihn bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts, er war bei den Seefahrern allgegenwärtig, und spätestens am Ende des 17. Jahrhunderts war er auch in der Oberschicht beliebt. Von ihren Einsätzen in den verschiedenen Weltregionen kannten die Seefahrer den Punch, und auch den Gin Punch, als Medizin. Auch in der zivilen Gesellschaft wurde er als Medizin verschrieben. Man darf deshalb nicht außer Acht lassen, daß der Einsatz als Heilmittel einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben mag, den Gin Punch populär zu machen, nicht nur in den höheren Schichten, sondern auch in der Unterschicht.

In einem eigenen Beitrag werden wir noch beleuchten, welche Arten von Gin im 19. Jahrhundert konsumiert wurden. Gemeinhin wird gesagt, dieser sei von schlechter Qualität gewesen. Doch so pauschal kann man es nicht sagen. Der billige Gin war sicherlich gepanscht und der Gesundheit nicht unbedingt förderlich. Gleichwohl war ungesüßter, hochwertiger Gin erhältlich. Dieser war jedoch etwas teurer und wurde deshalb sicherlich nur von den Wohlhabenderen getrunken. So erklärt es sich dann auch, warum sich der Gin Punch zum Collins weiterentwickeln konnte und von den Höhergestellten der Gesellschaft getrunken wurde. Der ursprüngliche Gin Punch geriet darüber in Vergessenheit und wurde von seiner Weiterentwicklung in Form des Collins verdrängt.

Als Zwischenstufe muß der Gin Punch gelten, der im Garrick Club serviert wurde. Ihn zeichnet die Verwendung von Sodawasser und Maraschino aus. Wichtig für diese Evolution war jedoch eine wesentliche Entdeckung: Wie sich sprudelndes Wasser künstlich herstellen läßt. Darüber berichten wir im nächsten Beitrag dieser Serie.

Quellen
  1. David Wondrich: Punch. The delights (and dangers) of the flowing bowl. ISBN 978-0-399-53616-8. November 2010.
  2. David Wondrich: Imbibe! 2. Auflage, ISBN 978-0-399-17261-8. 2015.
  3. https://archive.org/stream/sociallifeinrei00ashtgoog#page/n224/mode/2up/search/punch John Ashton: Social Life in the Reign of Queen Anne: Taken from Original Sources. Band 1. London, Chatto & Windus, 1882.
  4. https://archive.org/details/noctesambrosiana003wils/page/10 William Maginn et. al.: Noctes Ambrosianae. Vol III. January, 1828 – April 1830. Seite 10 (Januar 1828).
  5. https://archive.org/details/blackwoodsedinb170unkngoog/page/n137 Blackwood’s Edinburgh Magazine, Noctes Ambrosianae No. XXXV, Januar 1828, Seite 118.
  6. https://archive.org/details/b30547660/page/352?q=%22gin+punch%22 William Buchan: Domestic Medicine; or, A treatise on the prevention and cure of diseases by regimen and simple medicines ; With an appendix containing a dispensatory. For the use of private practitioners. 3. Auflage. London, 1774.
  7. https://archive.org/details/2544041R.nlm.nih.gov/page/n333 William Buchan: Domestic Medicine; or, The Family Physician. Philadelphia, R. Aitken, 1771.
  8. https://archive.org/details/b2877730x/page/528?q=%22gin+punch%22 Mary Cole: The Lady’s Complete Guide; or Cookery and Confectionary in all their Branches. London, 1789.
  9. https://archive.org/details/b22007234/page/84?q=%22gin+punch%22 William Hunter: An essay on the diseases incident to Indian seamen, or Lascars, on long voyages. Calcutta, 1804.
  10. https://de.wikipedia.org/wiki/Beriberi Beriberi.
  11. https://archive.org/details/b2151303x/page/144?q=%22Gin+Punch%22 John Brunnell Davis: A scientific and popular view of the fever of Walcheren and its consequences as they appeared in the British troops returned from the late expedition: with an account of the morbid anatomy of the body and the efficacy of drastic purges and mercury in the treatment of this disease. London, 1810.
  12. https://de.wikipedia.org/wiki/Walcheren-Expedition Walcheren-Expedition.
  13. https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnfter_Koalitionskrieg Fünfter Koalitionskrieg.
  14. https://de.wikipedia.org/wiki/Malaria Malaria.
  15. https://de.wikipedia.org/wiki/Wacholder Wacholder.
  16. https://archive.org/details/b21914461/page/n247?q=%22Gin+Punch%22 James Johnson: The influence of tropical climates on European constitutions. To which is added tropical hygiene; or the preservation of health in all hot climates, (adapted to general perusal). 2. Auflage. Portsmouth, 1818.
  17. https://archive.org/details/b24991454_0012/page/n57?q=%22Gin+Punch%22 Abraham Rees: The cyclopaedia; or, universal dictionary of arts, sciences and literature. Vol. xii. London, 1819.
  18. https://de.wikipedia.org/wiki/Anasarka Anasarka.
  19. https://de.wikipedia.org/wiki/Diuretikum Diuretikum.
  20. https://archive.org/details/b2194121x/page/n495?q=%22Gin+Punch%22 Peter Donaldson: The natural history of the rise, progress and termination of the epidemic inflammation, commonly called yellow malignant fever, which prevailed in the city of New-York, during the autumn of 1822. New York, Selbstverlag, 1822.
  21. https://archive.org/details/b21949062/page/n43?q=%22Gin+Punch%22 J.P. Grant & M. T. Ward; Official papers on the medical statistics and topography of Malacca and Prince of Wales‘ Island and on the prevailing diseases of the Tenasserim Coast. Pinang, The Government Press, 1830. Darin: M.T. Ward: Notes, On the Phagedaenic Ulcer, and other diseases prevalent among the Native Troops at Malacca, in the year 1827-28, with Tables and Cases.
  22. https://archive.org/details/b21496365/page/266?q=%22Gin+Punch%22 Daniel Maclachlan: A practical treatise on the diseases and infirmities of advanced life. London, John Churchill & Sons, 1863.
  23. https://archive.org/details/passionshumourou00bobb/page/n59?q=%22gin+punch%22 Timothy Bobbin: The passions, humourously delineated. London, Edward Orme, 1810. Plate XVI.
  24. https://archive.org/details/sportingmagazin23unkngoog/page/n147?q=%22gin+punch%22 The Sporting Magazine. Vol. 21, No. 123, Dezember 1827.
  25. https://archive.org/details/b21356063_0001/page/518?q=%22gin+punch%22 Moritz Hasper: Ueber die Natur und Behandlung der Krankheiten der Tropenländer. Erster Theil. Leipzig, C.H.F. Hartmann, 1831.
  26. https://archive.org/details/monthlymagazineo22lond/page/490?q=%22gin+punch%22 Oxford by Day and Night. In: The Monthly Magazine. Nummer 141. Band 22. November 1836.
  27. https://books.google.de/books?id=viUEAAAAQAAJ&pg=RA1-PA286&lpg=RA1-PA286&dq=cinchona+gin+punch&source=bl&ots=AIKIopLxQV&sig=ACfU3U1fkmpX_qvBz0Pd8swIO0RDJaA8tw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwia9riU_-bkAhVO6aQKHfJdBbwQ6AEwF3oECAoQAQ#v=onepage&q=cinchona%20gin%20punch&f=false Allan Webb: Pathologia Indica, or the anatomy of Indian diseases, based upon morbid specimens, from all parts of the Indian Empire in the museum of the Calcutta medical college; illustrated by detailed cases; with the prescriptions and treatments employed, and comments, physiological, historical, and practical. Second edition. Calcutta, 1848.
  28. https://books.google.de/books?id=0zbrIXbAK9UC&pg=PA51&lpg=PA51&dq=gin+dropsy&source=bl&ots=0zk1m27AOU&sig=ACfU3U2CBvsHwpMZFbcT-6Ijq-oooqi7tw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwin0aqTnOfkAhWSiFwKHUqODxwQ6AEwAXoECAkQAQ#v=onepage&q=gin%20dropsy&f=false James Ford: A treatise on dropsy, exhibiting its nature, causes, forms, symptoms, principles of treatment, and practical application of these, in the use of the various remedies employed for its cure. Edinburgh, 1834.
  29. https://archive.org/details/b21687195/page/526 E. Teophilus Redwood: Gray’s supplement to the pharmacopoeia; being a concise but comprehensive dispensatory and manual of facts and formulae, for the chemist and druggist and medical practioner. London, 1847.
  30. https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Johnson Samuel Johnson.
  31. Tristan Stephenson: The Curious Bartender’s Gin Palace. ISBN 978-1-84975-701-0. London & New York, 2016.
  32. https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Meerzwiebel Weiße Meerzwiebel und https://en.wikipedia.org/wiki/Drimia_maritima Drimia maritima.
  33. https://en.wikipedia.org/wiki/Chalybeate Chalybeate.
  34. https://utopia.de/ratgeber/wie-konzerne-wasser-zu-geld-machen/ 7 Wasser, die dem gesunden Menschenverstand wehtun. Von Martin Tillich, 22. März 2019.
  35. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/norwegisches-mineralwasser-voss-rueckt-gemeinsam-mit-dem-popstar-ins-rampenlicht-madonna-weckt-des-wassers-mehrwert/2371390.html Madonna weckt des Wassers Mehrwert. Von Ingo Reich, vom 26. Juli 2004.
  36. https://de.wikipedia.org/wiki/Royal_Navy Royal Navy.

Historische Rezepte

1827 Oxford Night Caps. Seite 12. Gin Punch.

The same as Oxford Punch, only omit
the rum, brandy, and shrub, and substitute
two bottles of gin.

Seite 10. Oxford Punch.

Recipe.
Extract the juice from the rind of three
lemons, by rubbing loaf sugar on it.
The peeling of two Seville oranges and two
lemons, cut extremely thin. The juice of
four Seville oranges and ten lemons. Six
glasses of calves-feet jelly in a liquid state.
The above to be put into a jug, and stirred
well together. Pour two quarts of boiling
water on the mixture, cover the jug closely,
and place it near the fire for a quarter of an
hour. Then strain the liquid through a sieve
into a punch bowl or jug, sweeten it with a
bottle of capillaire, and add half a pint of
white wine, a pint of French brandy, a pint
of Jamaica rum, and a bottle of orange
shrub; the mixture to be stirred as the spi-
rits are poured in. If not sufficiently sweet,
add loaf sugar gradually in small quantities,
or a spoonful or two of capillaire. To be
served up either hot or cold b. The Oxford
Punch, when made with half the quantity
of spirituous liquors, and placed in an ice
tub for a short time, is a pleasant summer
beverage.
In making this Punch, limes are some-
times used instead of lemons, but they are
by no means so wholesome.

b Ignorant servants and waiters sometimes put oxalic
acid into punch to give it a flavour; such a practice can
not be too severely censured.

1830 Anonymus: The Cook’s Complete Guide. Seite 641. Gin Punch. https://archive.org/details/b2153391x/page/640?q=%22gin+punch%22

Is made exactly in the same manner, except that instead
of half a pint of rum, and a quarter of a pint of brandy one
pint of gin is added.

Seite 641. Common Punch.

Take a tea-spoonful of the acid salt of lemons, a quarter
of a pound of sugar, a quart of boiling water, half a pint of
rum, and a quarter of a pint of brandy, add a small piece of
lemon-peel, if agreeable, or a very little of the essence of
lemon.

1834 Anonymus: The Housekeeper’s Guide. Seite 355. Gin Punch. https://archive.org/details/b21504581/page/354?q=%22gin+punch%22

766. Punch – may be made by adding to a quart of
No. 763, half a pint of rum, and quarter of a pint of
brandy, with or without the addition of a tea-cupful
of porter.
The more regular way of making punch, is to rub off
the yellow rind of lemmons with loaf sugar; then squeeze
the lemon juice to the sugar and thoroughly mix it.
Then add a tea cup of soft boiling water and stir till it
is cold: then Madeira or Sherry, rum and brandy, in
equal parts, or in any proportion that may be pre-
ferred; and whenn well mixed, as much more boiling
water as will bring it to the strength required; or, all the
water may be added, when the lemon juice and sugar are
well mixed with the small quantity of water, and then the
liquor added. The proportions are something like the
following: – one fourth wine, one fourth spirits, two
fourths water. To each quart two ounces of loaf sugar
and half a large lemon. Gin punch is made with that
liquor instead of brandy and rum.

1835 Oxford Night Caps. Seite 13 . Gin Punch.

The same as Oxford Punch, only omit
the rum, brandy, and shrub, and substitute
two bottles of gin.

Seite 8. Oxford Punch.

Recipe.
Extract the juice from the rind of three
lemons, by rubbing loaf sugar on it.
The peeling of two Seville oranges and two
lemons, cut extremely thin. The juice of
four Seville oranges and ten lemons. Six
glasses of calves-feet jelly in a liquid state.
The above to be put into a jug, and stirred
well together. Pour two quarts of boiling
water on the mixture, cover the jug closely,
and place it near the fire for a quarter of an
hour. Then strain the liquid through a sieve
into a punch bowl or jug, sweeten it with a
bottle of capillaire, and add half a pint of
white wine, a pint of French brandy, a pint
of Jamaica rum, and a bottle of orange
shrub; the mixture to be stirred as the spi-
rits are poured in. If not sufficiently sweet,
add loaf sugar gradually in small quantities,
or a spoonful or two of capillaire. To be
served up either hot or cold b. The Oxford
Punch, when made with half the quantity
of spirituous liquors, and placed in an ice
tub for a short time, is a pleasant summer
beverage.
In making this Punch, limes are some-
times used instead of lemons, but they are
by no means so wholesome.

b Ignorant servants and waiters sometimes put oxalic
acid into punch to give it a flavour; such a practice can
not be too severely censured.

1845 Arnold James Cooley: A Cyclopedia of Practical Receipts. Seite 688. Gin Punch.

Yellow peel and
juice of 1 lemon; gin 3/4 pint; water 1 3/4
pints; sherry 1 glass; mix.

1847 Oxford Night Caps. Seite 16. Gin Punch.

The same as Oxford Punch, only omit the
rum, brandy, and shrub, and substitute two
bottles of gin.

Seite 11. Oxford Punch.

Extract the juice from the rind of three
lemons, by rubbing loaf sugar on them. The
peeling of two Seville oranges and two lemons,
cut extremely thin. The juice of four Seville
oranges and ten lemons. Six glasses of calves-
feet jelly in a liquid state. The above to be
put into a jug, and stirred well together. Pour
two quarts of boiling water on the mixture, cover
the jug closely, and place it near the fire for a
quarter of an hour. Then strain the liquid
through a sieve into a punch bowl or jug,
sweeten it with a bottle of capillaire, and add half
a pint of white wine, a pint of French brandy, a
pint of Jamaica rum, and a bottle of orange
shrub; the mixture to be stirred as the spirits
are poured in. If not sufficiently sweet, add
loaf sugar gradually in small quantities, or a
spoonful or two of capillaire. To be served up
either hot or cold b. The Oxford Punch, when
made with half the quantity of spirituous liquors
and placed in an ice tub for a short time, is a
pleasant summer beverage.
In making this Punch, limes are sometimes
used instead of lemons, but they are by no
means so wholesome.

b Ignorant servants and waiters sometimes put oxalic
acid into punch to give it a flavour; such a practice
cannot be too severely censured.

1845 Arnold James Cooley: A Cyclopedia of Practical Receipts. Seite 688. Gin Punch. https://archive.org/details/acyclopaediapra00coolgoog/page/n701/mode/2up

Yellow peel and
juice of 1 lemon; gin 3/4 pint; water 1 3/4
pints; sherry 1 glass; mix.

1856 Arnold James Cooley: A cyclopaedia of practical receipts. Seite 1078. Gin Punch. https://archive.org/details/b21535528/page/1078?q=%22Gin+Punch%22 :

From the yellow peel of
1/2 a lemon; juice of 1 lemon; strongest gin,
3/4 pint; water 1 3/4 pint; sherry, 1 glass-
ful.

1860 Oxford Night Caps. Seite 16. Gin Punch.

The same as Oxford Punch, only omit the
rum, brandy, and shrub, and substitute two
bottles of gin.

Seite 11. Oxford Punch.

Extract the juice from the rind of three
lemons, by rubbing loaf sugar on them.
The peeling of two Seville oranges and two
lemons, cut extremely thin. The juice of
four Seville oranges and ten lemons. Six
glasses of calvesfeet jelly in a liquid state.
The above to beput into a jug, and stirred
well together. Pour two quarts of boiling
water on the mixture, cover the jug closely,
and place it near the fire for a quarter of an
hour. Then strain the liquid through a
sieve into a punch bowl or jug, sweeten it
with a bottle of capillaire, and add half a
pint of white wine, a pint of French brandy,
a pint of Jamaica rum, and a bottle of orange
shrub; the mixture to be stirred as the spirits
are poured in. If not sufficiently sweet, add
loaf sugar gradually in small quantities, or a
spoonful or two of capillaire. To be served
up either hot or cold 7. The Oxford Punch,
when made with half the quantity of spirit-
uous liquors and placed in an ice tub for a
short time, is a pleasant summer beverage.
In making this Punch, limes are some-
times used instead of lemons, but they are
by no means so wholesome.

7 Ignorant servants and waiters sometimes put oxalic
acid into punch to give it a flavour; such a practice
cannot be too severely censured.

1869 William Terrington: Cooling Cups and Dainty Drinks. Seite 220. Gin Punch à la Terrington.

Rub the rind of
1/2 lemon with a 4 oz. lump of sugar; add the juice
of 3 lemons (strained), 1 pint of good gin, wine-
glassful of Chartreuse (green), pint of shaven ice,
1 bottle of German seltzer water

1869 William Terrington: Cooling Cups and Dainty Drinks. Seite 220. Gin Punch à la J. Day.

The oleo-saccharum
of 1 and strained juice of 2 lemons, pint of Old
Tom, wine-glass of Curaçoa, teaspoonful of sugar,
1 sprig of mint, pint of crushed Lake ice, 2 bottles
of aerated lemonade or soda-water.

1869 William Terrington: Cooling Cups and Dainty Drinks. Seite 220. Gin Punch à la Burroughs.

Juice of 1 lemon,
1 gill of pine-apple syrup, 1 pint of gin, 1 quart
of tea (green). If preferred as a cool punch, use
broken ice instead of tea.

1869 William Terrington: Cooling Cups and Dainty Drinks. Seite 220. Gin Punch, or Spider.

Gill of gin, bottle of
aerated lemonade, lump of Lake ice: a liqueur-glass
of citronelle is an improvement.

1869 William Terrington: Cooling Cups and Dainty Drinks. Seite 220. Gin Punch à la Gooch.

Pint of Geneva, gill
of Kirschwasser, bottle of sparkling champagne,
quart of seltzer or Vichy water.

1869 William Terrington: Cooling Cups and Dainty Drinks. Seite 220. Gin Punch for Bottling.

The oleo-saccharum
of 3 lemons, dissolved in 1 pint of lemon-juice; add
1/2 gill essence of Angelica, and 3 pints of good
gin; 1/2 pint calves-foot jelly; sweeten to taste;
dilute, when required for use, with liquor.

1869 William Terrington: Cooling Cups and Dainty Drinks. Seite 221. Gin Punch à la Fuller.

Pint of Kentish cherry-
juice, 1 drop essence of bitter almonds, 2 pints of
good unsweetened gin; mix; sweeten to taste; add
water or shaven ice if required.

Jüngere Rezepte haben wir in dieser Sammlung nicht aufgenommen.

explicit capitulum
*

über

Hallo, ich bin Armin, und in meiner Freizeit als Blogger, freier Journalist und Bildungstrinker möchte ich die Barkultur fördern. Mein Schwerpunkt liegt auf der Recherche zur Geschichte der Mischgetränke. Falls ich einmal eine Dir bekannte Quelle nicht berücksichtigt habe, und Du der Meinung bist, diese müsse berücksichtigt werden, freue ich mich schon darauf, diese von Dir zu erfahren, um etwas Neues zu lernen.

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