Purple Bird. Beitragsbild.

Purple Bird

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Es gibt nicht wirklich viele Drinks, die Crème de Violette verwenden. Das ist schade, denn sie kann eine vorzügliche Zutat sein. Der Purple Bird ist neben dem Aviation Cocktail ein weiterer Drink, der die Veilchenaromen gekonnt in Szene setzt.

Purple Bird.

Purple Bird.

40 ml Rutte Gin
20 ml Rothman & Winter Crème de Violette
5 ml Zuckersirup (2:1)
10 ml Zitronensaft
10 ml Limettensaft
15 ml Eiweiß

Zubereitung: Geschüttelt, dann ohne Eis schütteln und doppelt in ein Glas abseihen.

Der Purple Bird ist eine Erfindung von Tom Lasher-Walker. Er entstand 2012 in der Bramble Bar in Edinburgh. Tom schreibt dazu, daß der Purple Bird das erste klassisch inspirierte Mischgetränk gewesen sei, das er sich ausgedacht habe. Es sei das letzte von ihm entwickelte gewesen, bevor er das Bramble verlassen habe. Er wäre gelangweilt davon gewesen, immer nur Drinks mit Wermut und Bitter zuzubereiten und wollte einen leicht zu konsumierenden Drink entwickeln, der die Gäste an Gin heranführen sollte. Die Idee dahinter sei eine abgemilderte Version des Aviation Cocktails, obwohl die DNA des Purple Bird ähnlich zu der des Eagles Dream sei: „This was the first classically-inspired drink I came up with, and the last one I produced at Bramble before I left, which is still on their menu. I was bored of doing stiff drinks with these bitters of that vermouth and wanted to create something consumer friendly that would introduce people to gin drinks. This is essentially an attempt at a softer Aviation, although the drink DNA looks similar to an Eagles Dream; both drinks are featured in The Savoy Cocktail Book.“ [1]

Tom teilte uns darüber hinaus mit: „Als ich den Purple Bird ursprünglich kreierte, war die Idee, etwas Ähnliches wie den Aviation zu erschaffen, aber etwas weniger erfrischend und etwas zugänglicher. So lecker wie ein Aviation auch sein kann, kann er doch auch ein ziemlich aggressives Getränk sein; wenn er richtig zubereitet wird, ist er ziemlich sauer und ziemlich trocken und er ist nicht immer der beste Weg, um die Leute an Gin-Drinks heranzuführen. Der Purple Bird ist im Wesentlichen eine modifizierte und leichter zugängliche Aviation-Variante; etwas mehr Crème de Violette und etwas weniger Gin, der Zusatz von Eiweiß, um es weicher zu machen, und dann die Verwendung von zwei Zitrusfrüchten für etwas Komplexität. Anstelle von Maraschino wird Zuckersirup verwendet, um die Kanten abzurunden und alles miteinander zu verbinden. Ähnlich wie der Drink namens Eagles Dream, aber mit dem Zusatz von Limettensaft.“ – When I originally created the Purple Bird, the idea was to create something akin to the Aviation, but slightly less bracing and a little more approachable. As delicious as an aviation can be it can also be a fairly aggressive drink; when made properly it’s fairly sour and pretty dry, and isn’t always the best way to introduce people to gin drinks. The Purple Bird is essentially a modified and more approachable Aviation variation; a little more Creme Du violette and a little less gin, the addition of egg white to soften it up and then the use of two citruses for a little complexity. Simple syrup is used instead of maraschino to round off the edges and tie everything together. Similar to the a drink called the Eagles Dream, but with the addition of lime juice too.“ [2]

Der Vollständigkeit halber sei also die Rezeptur des Eagle’s Dream Cocktail aus dem Savoy Cocktail Book genannt: 1 Teelöffel Puderzucker, 1 Eiweiß, der Saft einer viertel Zitrone, 1/4 Crème Yvette, 3/4 Gin.

Wir haben das Originalrezept des Purple Bird etwas verändert, indem wir den Gin-Anteil von 30 ml auf 40 ml erhöht haben. Da wir einen 2:1-Zuckersirup verwenden, haben wir die Menge des Zuckersirups quasi halbiert.

Die Namensgebung erklärt sich vor diesem Hintergrund von selbst. Durch den Crème de Violette erhält der Drink seine violette Färbung („purple“), und als Referenz zum Aviation Cocktail nimmt er Bezug auf andere Flugobjekte. Anstelle eines Flugzeuges ist es dieses Mal ein Vogel („bird“).

Zwei Purple Birds in der Bramble Bar, 6. Juni 2013.

Zwei Purple Birds in der Bramble Bar, 6. Juni 2013.

Mit dem Purple Bird verbindet uns etwas ganz besonderes, denn mit dem Besuch der „Bramble Bar“ in Edinburgh erlebten wir Cocktailkultur erstmals auf einem für uns bis dahin ungeahnten Niveau, und das führte schließlich dazu, daß dieser Blog entstand. Während unseres Urlaubs in der Stadt besuchten wir die Bar täglich, und täglich nahmen wir auch einen Purple Bird zu uns. Es war der erste Drink, bei dem wir nach der Rezeptur fragten. Für die wundervollen Tage in der Bar möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal bei Robin Honhold bedanken. Er war uns immer ein exzellenter Gastgeber und kompetenter Bartender.

Quellen
  1. https://www.diffordsguide.com/people/20871/bartender/tom-walker: Tom Walker.
  2. Mitgeteilt von Tom Lasher-Walker am 15. März 2019.
Purple Bird.

Purple Bird.

Rezepte

https://www.diffordsguide.com/people/20871/bartender/tom-walker: 37.5 ml Gin; 25 ml Creme de Violet; 12.5 ml Lemon Juice; 12.5 ml Lime Juice; 12.5 ml Simple Syrup (1:1); Egg white.

2013 Bramble Bar: 37,5 ml Fifty Pounds Gin; 25 ml Giffard Crème de Violette; 12,5 ml Zuckersirup (1:1); 12,5 ml Zitronensaft; 12,5 ml Limettensaft; 15 ml Eiweiß.

2014 https://www.telegraph.co.uk/foodanddrink/seasonal-food-and-drink/10846880/Gin-cocktail-recipes-for-summer.html: 37.5ml gin; 25ml Crème de Violette; 12.5ml lemon juice; 1 egg white.

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