Signature Drinks

Kapernikus

Kapernikus.

Dies ist ein Dirty Martini mit Kapern statt Oliven – eine gelungene Variante für alle, die Kapern mögen und nicht wissen wohin mit der Lake.

35 ml Rutte Dry Gin
35 ml Dolin Blanc Wermut
5 ml Kapernlake („Rapunzel Kapern in Lake“)

Zubereitung: Gerührt, mit einer Kaper im Glas servieren.

Am 31. August 2019 kamen wir auf die Idee, passend zum ersten April etwas ganz Unmögliches zu veröffentlichen. Uns kam in den Sinn, ein Mischgetränk mit den ungeeignetsten Komponenten zuzubereiten und zu bewerben. Beispielsweise mit einer ganz billigen Essigessenz, die natürlich ganz vornehm als „essence de vinaigre“ zu bezeichnen wäre, als Säurequelle, irgendetwas zum Knabbern als Garnitur darin, Zuckerrübensirup als Süßung. Aber man dürfte natürlich keine echten Produktmarken auf dem Foto zeigen, sondern müßte sich diese selber gestalten. Die abenteuerlichsten Sachen kamen uns in den Sinn, und wir hatten viel Spaß dabei. Wir stellten uns vor, daß jemand tatsächlich diesen Drink zubereiten würde. Die Herausforderung sollte auch sein, daß dabei wirklich etwas Köstliches entstehen sollte. Ein Name mußte natürlich auch her, und Frank schlug kurzerhand „Kapernikus“ vor. Keine Ahnung, wie er darauf kam.

Doch das war der Beginn einer neuen Liebe. Der Name erinnert ganz altehrwürdig an Nikolaus Kopernikus. Er erinnert aber auch an Kapern. Und – waren wir nicht auf der Suche nach abstrusen Mixzutaten? Sollte man also nicht auch noch ein paar Kapern anstelle von Oliven in das Getränk werfen? Wir dachten ein wenig über die Kapern nach, und plötzlich erschienen sie uns als Zutat gar nicht mehr so wundersam. Gibt es nicht auch einen Dirty Martini, in dem Olivenlake verwendet wird? Könnten da nicht auch die von uns so sehr geschätzten Kapern genauso gut funktionieren?

Am 6. September 2019 schließlich setzten wir diesen Gedanken in die Tat um: je 35 ml Rutte Dry Gin, 35 ml Dolin Blanc und 5 ml Kapernlake, gerührt, und mit einer Kaper als Garnitur serviert. Es ist sicherlich kein Getränk für die Karte einer Bar – denn was sollte man nur mit den vielen Kapern machen, die übrig blieben – aber wenn man Kapernlake übrig hat, sollte man diese nicht wegkippen, sondern stattdessen zu diesem köstlichen Getränk verarbeiten. Laßt es Euch schmecken!

Kapernikus.
Kapernikus.

 

über

Hallo, ich bin Armin, und in meiner Freizeit als Blogger, freier Journalist und Bildungstrinker möchte ich die Barkultur fördern. Mein Schwerpunkt liegt auf der Recherche zur Geschichte der Mischgetränke. Falls ich einmal eine Dir bekannte Quelle nicht berücksichtigt habe, und Du der Meinung bist, diese müsse berücksichtigt werden, freue ich mich schon darauf, diese von Dir zu erfahren, um etwas Neues zu lernen.

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